Mazury 2018

Wer kann schon mal behaupten einen Elch im Garten gehabt zu haben? Einen echten, wilden, so von alleine aus dem Wald daher gelaufenen.
Masuren hat sich in den letzten Jahren deutlich verändert. Nicht nur die Landschaft, das Tierreich oder das Klima aber auch die Gewässer. Mitte Oktober tagsüber die Lufttemperatur bei fast 20°C und strahlender Sonnenschein. Wassertemperatur bei knapp 12°C. Das war noch vor nicht all zu langer Zeit undenkbar!

Durch das klare Wasser sind die masurischen Hechte besonders schön gezeichnet

Auch wenn die Bedingungen zum Angeln alles andere als optimal waren entschloss ich mich heuer wieder mal meinen langjährigen Freund Leszek zu besuchen. Denn die Zeiten, in denen wir auf biegen und brechen in der relativ kurzen Zeit einen großen Hecht fangen wollten, sind schon lange vorbei. Die gemeinsamen Stunden auf dem Wasser genießen, steht mittlerweile ganz klar im Vordergrund.

Zander aus einem großen masurischen See. Mein erster!

Nach dem die Hechte heuer wirklich nicht in Beißlaune waren, haben wir uns was verrücktes überlegt.
Eines Abends meinte Leszek: "Lass uns einen Zander fangen. Ich kenne ein paar Stellen und du hast ja deine Zandergummi´s dabei". Dabei sagte ich noch, was natürlich mit Augenzwinkern zu verstehen ist: "Also wenn Zander da sind, dann können sie dem Zandergummi sowieso nicht widerstehen!".
Gesagt getan. Was zuerst als eine völlige Schnapsidee klang hat unterm Strich bestens funktioniert.

Traumhafter Sonnenuntergang

Daran sieht man auch die Veränderung, die ich am Anfang meinte. Natürlich waren in den großen Seen schon immer Zander drin. Aber diese gezielt zu fangen war früher einfach undenkbar.
Und ich hätte schon Ideen wie man die etwas größeren Exemplare an´s Band bekommt. Vielleicht nächstes Mal...