Meerforelle 2018

Die Mefo-Tour 2018 werde ich so schnell nicht vergessen. Und am Ende kam alles so wie wir es im Vorfeld befürchtet haben! Aber nun eins nach dem Anderen...
Mitte/Ende März, 5 Tage Watangeln auf Rügen mit dem einen Ziel, eine Meerforelle vor die Linse zu bekommen. Sicherlich ein Zeitraum mit gewissem Restrisiko was das Wetter angeht. Jedoch habe ich in den letzten 2 Jahren gerade im März sehr gute Erfahrungen gemacht, auch wenn es nicht unbedingt einfach war. Aber wann ist Mefo-Angeln schon einfach?!?
Die Realität hat uns jedoch spätestens am 3 Tag auf den Boden der Tatsachen zurück geholt. Dass die ersten zwei Tage nach Anreise Ausfall werden, war uns angesichts der Wetterprognose schnell klar. Sturm aus Ost, Wind mit Stärke 9Bft, Schneefall und Minustemperaturen.

An der Ostküste kaltes Wasser und Kreide ohne Ende

Platzsuche stand an. Ernüchterung machte sich breit. Der Glaube an ein halbwegs vernünftiges Angeln, geschweige an eine Meerforelle, schwand immer mehr. Und auch wenn man es im Vorfeld weiß, dass es nicht einfach wird, ist es trotzdem immer wieder brutal. Aber jammern hilft ja bekanntlich nicht wirklich weiter. Das Beste aus der Situation machen war unsere Devise.

Im Norden Wassertemperatur und die Trübung weit vom Optimum entfernt

Vierter Tag, eine Idee, ein Funken Hoffnung. Eine Bucht, die etwas windgeschützter war. Und tatsächlich machte sich ein kleines Fenster auf. Ein kleiner Bereich mit halbwegs vernünftiger Wassertrübung, akzeptabler Windrichtung und Sonnenschein was sicherlich das Wasser einbisschen erwärmt hat.
Bingo! Es dauerte zirka eine Stunde bis die erste Mefo meinen Blinker attackierte. Ich konnte mein Glück kaum fassen als nach relativ kurzer Zeit der Fisch im Kescher zappelte. Bei diesen Bedingungen war es schon fast wie ein Sechser im Lotto. Kein großer Fisch aber darum geht es gar nicht. Jede Meerforelle ist für mich einfach etwas Besonderes.

Der nicht für möglich geglaubter Fang!

Kurze Zeit später kam sogar noch der zweite Fisch, der den Tag perfekt und die Hoffnung auf einen versöhnlichen Abschluss am letzten Tag machte.
Der letzte Tag ist jedoch schnell zusammengefasst. Der Wind und die Strömung drehte in der Nacht. Somit war unser Spot vom Vortag unbefischbar.
Brutale Tour mit sehr wenig Angelzeit. Nichts desto trotz haben wir heuer einiges dazu gelernt. Und wir werden es in Zukunft wieder versuchen eine Meerforelle zu fangen!