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Zeitlupentempo - Das Rezept im Winter |
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Geschrieben von Damian
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26.12.2008 |
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In den Spätherbst- und Wintermonaten, nach dem die Wassertemperatur abgekühlt ist und deutlich unter 5°C liegt, ist die richtige Führung der Kunstköder von evidenter Wichtigkeit. Man muss sich ganz klar vor Augen führen, dass die Raubfische prinzipiell schon dazu neigen die vorbei schwimmenden Köder zu attackieren, jedoch nicht um jeden Preis. Besonders die großen Exemplare haushalten mit ihrem Energieverbrauch so, dass sie sich nur auf eine vermeidliche Beute stürzen wenn sie sich sehr sicher sind diese auch zu erwischen.
Es heißt immer, im Winter soll man den Köder langsam führen. Diese Methode ist zwar schnell umgesetzt aber sehr oft bleibt auch dann trotzdem der erhoffte Erfolg aus. Langsames Anbieten eines Gummifisches oder Wobblers ist nämlich nur die halbe Wahrheit.
Von Erfolg gekrönte Tage am Wasser hängen in keiner Jahreszeit stärker von Faktoren wie Wasser- und Lufttemperatur, Windrichtung, atmosphärischer Druck und den Lichtverhältnissen ab. Besonders die großen Fische wissen ganz genau wie sie mit dieser Situation umgehen müssen um erfolgreich die schwierige Zeit zu meistern und im Frühjahr voller Kraft für die Nachfahren zu sorgen. Eins sollte uns klar sein. Die Raubfische fressen im Winter fast genau so viel wie im Sommer. Sie sind jedoch von den äußeren Bedingungen in ihrer Jagtstrategie sehr beschränkt. Bewegungs- und Sichtvermögen werden nämlich durch das kalte Wasser drastisch verschlechtert.
Es mag sein, dass in heutiger Zeit, in der "low" oder sogar "no action" Köder von den vermeidlichen Raubfischexperten hochgepuscht wurden auf Fischarten wie Zander oder Barsch relativ gut funktionieren. Jedoch sind es noch lange keine Wunderwaffen und die Fangerfolge stellen sich ein, weil einfach sehr viele Angler diese Köder verwenden. Des Weiteren sind die "no action" Kunstköder etwas Neues und neue Formen mit neuen Aktionen wirken zumindest in der barschartigen Raubfischwelt für eine gewisse Zeit immer. Die übliche Führung eines derartigen Köders, mit Absinkphasen zum Grund sowie die ruckartigen Fluchtversuchen und somit Imitation eines kranken oder erschreckten Fischchens kommt den Stachelträgern zuzüglich entgegen. Anders ist es beim Hecht. Der Esox bevorzugt jedoch eher die gleichmäßige Führung wo er ganz genau die Beute anvisieren kann. In kaltem Wasser darf also die Geschwindigkeit nicht zu schnell gewählt sein da sonst die vermeidliche Beute ziemlich schnell an Attraktivität verliert. Besonders erfolgversprechend sind in Wintermonaten Kunstköder mit schwacher Aktion beim Vertikalangeln vom Boot aus auf Barsch und Zander. Beim Hecht habe ich die Erfahrung gemacht, dass wenn man erfolgreich in Wintermonaten auf diese Spezies angeln will, sowohl die Geschwindigkeit als auch die Köderaktion und die Ködergröße stimmen müssen. Die meisten Kunstköder verlieren gerade bei fehlendem Tempo die Aktion und somit auch die Attraktivität.
Deshalb immer daran denken. Im Winter Köder verwenden die auch bei langsamer Führung ausreichend Aktion besitzen und somit den Räuber zum Angriff provozieren.
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