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Wer nicht sehen kann muss fühlen - Angeln bei Hochwasser |
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Geschrieben von Damian
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15.05.2009 |
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Gerade im Frühjahr sind Flussangler ziemlich oft von Hochwasser in Flüssen betroffen. Durch die Schneeschmelze und zugleich häufigen Niederschläge ist die Trübung des Wassers teilweise extrem stark. Diese Bedingungen stellen Kunstköderangler vor besondere Herausforderung.
Die Fische werden je nach Art durch die Lichtverhältnisse in ihrem Raubverhalten verschieden stark beeinträchtigt. Sichtjäger wie Rapfen, Forelle und Hecht ist es in dem Fall nahezu unmöglich gezielt anzuvisieren. Nachtaktive Räuber wie Zander, Waller und auch zum Teil Barsch beeinträchtigt die verstärkte Wassertrübung bei Hochwasser eher weniger. Nichts desto trotz sind die letzeren Fischarten, wie schon erwähnt, eher in den frühen Morgen-, späten Abend- oder Nachtstunden auf Beutejagt und deshalb am Tag meist schwer zu erwischen (Ausnahme Barsch, der eigentlich immer auf Futtersuche ist und wegen Gruppenbildung durch Futterneid sein Fressverhalten sehr stark geprägt wird).
Es ist völlig normal und auch verständlich dass fast jeder Angler bei besonders trübem Wasser automatisch zu grellen oder sehr hellen Köderfarben greift. Diese Vorgehensweise erfolgt einfach durch unser menschliches Empfinden und wird größtenteils durch unser Auge gesteuert. Es wäre sicherlich unseriös an der Stelle zu behaupten, dass die Wahl der hellen Farben in dieser Situation falsch ist. Es ist vollkommen richtig, jedoch sollte man an der Stelle das Seitenlinienorgan des Fisches nicht unterschätzen.
Fische die im Fluss leben sind diese regelmäßigen teilweise extremen Sichtveränderungen gewohnt und nutzen meiner Meinung nach viel stärker ihr spezifisches Sinnesorgan. Ich habe schon öfter die Erfahrung gemacht dass ein durchaus dunkler Kunstköder, der aber besonders starke Druckwellen erzeugt, im trüben Wasser besser fängt als ein heller “Standard“ Köder den mehr oder weniger jeder verwendet.
Meine Favoriten sind an der Stelle ganz klar Twister oder Gummifische mit besonders ausgeprägtem Schaufelschwanz. Langsam geführte Wobbler mit extrem starker Aktion funktionieren in den ruhigeren bzw. strömungslosen Bereichen eines Flusses auch ganz gut. Obwohl ich sehr gerne mit Blech angele sind für mich Blinker in solchen Situationen meist nur zweite Wahl.
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