Menu Content/Inhalt

Fangmeldungen 2012
 
Schickt uns eure Fänge für die jeweiligen Kategorien. Am Ende des Jahres wird ein Zielfischkönig gewählt.
Bitte beachtet aber, dass wir bei Fotos großen Wert auf Ästhetik legen. Offensichtlich abgeschlagene Fische werden nicht veröffentlicht.

30+ Barsche

    *   Martin E. 45 (Jan)
    *   ---
    *   ---

60+ Rapfen

    *   ---
    *   ---
    *   ---

70+ Zander

    *   Martin E. 97 (Jan)
    *   Martin E. 91 (Jan)
    *   Damian S. 91 (Jan)
NEU Damian S. 83 (Feb)
    *   Damian S. 82 (Jan)

80+ Hechte

    *   ---
    *   ---
    *   ---
254389Besucher:
118Besucher heute:
178Besucher gestern:
 
898113Seitenaufrufe:
Trolling - richtig Schleppen PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Damian   
18.04.2007
trolling_-_richtig_schleppenDas Schleppen wird hier zu Lande von vielen Verfechtern das aktiven Angeln´s verspottet und als sehr langweilig abstempelt. Des Weiteren wird die Methode oft als das Angeln für Faule und deshalb als keine Kunst angesehen. Aber um richtig gut und effektiv zu Schleppen sollte man schon gewisse Regeln beachten. Denn gerade an dieser Stelle trennt sich meistens die Spreu vom Weizen. Zum Trolling gehört nicht nur die Köder rauswerfen und mit dem Boot möglichst große Fläche absuchen. Eine gut überlegte Strategie entscheidet oft über den Fangerfolg. Als weiteres ist es wirklich so, dass an manchen Tagen aus unerklärlichen Gründen nichts über das Schleppen geht. Gerade an großen Gewässern habe ich schon oft die Erfahrung machen müssen, dass es Tage gab an denen beim Werfen wenig bis überhaupt nichts ging. Kaum hatte man zum Schleppen angefangen, bog sich schon nach wenigen Metern die Rute. Warum es so ist kann ich auch nicht erklären aber man sollte am Boot nichts unversucht lassen und da gehört das Schleppangeln eben dazu. Für mich gibt es vier wesentliche Dinge, die man auf alle Fälle beachten soll um beim Trolling erfolgreich zu sein.
Als erstes ist es die Wahl der Ködergröße. Grundsätzlich ist es ein Riesenunterschied in welchen Regionen (Wassertiefe) man die Methode anwendet. An dieser Stelle gibt es natürlich zwei Möglichkeiten. Entweder hat man es auf die Freiwasserräuber abgesehen und ist in Tiefen von über 15 Meter unterwegs oder man probiert sein Glück an seichten, mit Kraut bewachsenen, Stellen. Für die erstere Variante heißt es Größe zeigen. Meiner Meinung nach ist es von der Jahreszeit unabhängig und Groß sticht Klein fast immer. Im Uferbereich oder in nähe von Barschbergen gilt diese Regel nicht mehr. Da ist man gut beraten wenn man beides ausprobiert.
Als zweites ist es von enormer Wichtigkeit sich über die Tiefe der angebotenen Köder Gedanken zu machen. Prinzipiell kann man sich aber in diesem Fall an der Jahreszeit bzw. an der Wassertemperatur orientieren. Im Winter sind im Freiwasser tief laufende Wobbler Trumpf. Die Hechte meiden das kühlere Oberflächenwasser und sind meistens sehr oft in Tiefen von 10 Meter unterwegs. Im Sommer sollte man unbedingt die Tiefe der Sprungschicht am Echolot beobachten. Dabei ist man gut beraten, wenn man die Köder knapp unterhalb und knapp oberhalb der Sprungschicht anbietet.
Die Schleppgeschwindigkeit ist ein weiterer wichtiger Faktor, denn man beachten sollte. Dieser kann aber grundsätzlich auch der Jahreszeit zugeordnet werden. Im Sommer kann man praktisch gar nicht zu schnell Schleppen. Mir ist schon oft passiert, dass ich einfach mal über einen, für meine Begriffe wenig erfolgversprechenden, Abschnitt schnell drüber fahren wollte. Somit war das Tempo dementsprechend hoch und trotzdem bekam ich total unerwartet Bisse. Im Winter schaut die Sache schon ein wenig anders auch. Beim kalten Wasser ist es die Kunst langsam zu fahren aber dabei dem Köder noch genügend Spiel zu verleiten um ihn attraktiv genug für den Räuber zu machen. Dies gestaltet sich von Köder zu Köder verschieden schwierig. Bei Gummifischen ist etwas leichter, da diese auf geringe Temposchwankungen nicht so empfindlich reagieren wie Wobbler.
Zu guter letzt ist es der Schleppstill, der sehr oft über Erfolg um Misserfolg besonders an Kanten und Unterwasserbergen, entscheidet. Im Freiwasser, bei Wassertiefen ab 15 Meter, kann man nicht viel verkehrt machen. Viel interessanter ist aber bei Untiefen. Das heißt die Devise: immer an der Kante entlang schleppen. Der Köder sollte nicht zu tief laufen, denn die meisten Hechte stehen in den Löchern und lauern dort auf ihre Beute. An dieser Stelle soll noch erwähnt werden, dass es oft nicht leicht ist die Kante genau zu treffen und deshalb viel Übung im Steuern des Bootes von Nöten ist. Am Anfang muss man sehr viel Zeit für Stopps und Befreiungsaktionen des Köders von Kraut einplanen. Es lohnt sich aber immer wieder einen Hänger zu riskieren denn man wird oft mit einem schönen Fisch belohnt.

Da die meisten Angler diese Methode sehr selten ausüben, weil sie nun mal nicht an einem großen See wohnen und die Gelegenheit meistens nur im Urlaub bekommen, sei noch gesagt, dass die Beobachtung der Unterwasserwelt via Echolot beim Schleppen evident wichtig ist. Für diejenigen, die die Möglichkeit haben Trolling regelmäßig zu praktizieren wird diese Hilfe mit der Zeit und zunehmender Erfahrung immer weiter in den Hintergrund rücken. Es ist nämlich so, dass sich nach einiger Zeit bei jedem Gewässer gewisse Schleppstrecken rauskristallisieren und immer wieder zu Fangerfolgen führen. Ein Gastangler hat aber in den wenigsten Fällen die Zeit diese Erfahrung an einem Gewässer zu machen.