|
Schöne Barsche, launische Zander, fast keine Rapfen |
|
|
|
|
Geschrieben von Damian
|
|
30.09.2009 |
|
Beim Zwischenfazit des Raubfischjahres 2009 zeichnet sich meistens schon Ende September / Anfang Oktober eine Tendenz ab welche Fischart besonders oft gefangen wird. Es ist von Jahr zu Jahr komplett anders. Die Aktivität der Raubfische hängt sicherlich von vielen Faktoren ab. Für den Menschen sind sicherlich der Wasserstand und Trübung im Fluss die Ersichtlichsten. Der Wasserstand definiert nämlich indirekt den Standplatz und Futterplatz der Raubfische. Es scheint so zu sein, dass heuer besonders die Barsche immer öfter unsere Kunstköder zum fressen gern haben. Betrachtet man die letzten Jahre, so fällt sofort die hohe Durchschnittsgröße der 2009 gefangenen Barsche auf.
Nach meiner Erfahrung gibt es bei den Barschartigen auch eine Regelmäßigkeit, die sich in guten und in schlechten Fangjahren widerspiegelt. Man könnte sogar von einem periodischen Verhalten sprechen. Es fällt auch auf dass der Zyklus zwischen einem guten und einem schlechten Jahr ca. 2 Jahre dauert. Das heißt also, alle 4 bis 5 Jahre gibt es ein wirklich sehr gutes Barschjahr. Zwischendurch gibt es eine Saison wo man wirklich meinen könnte, es seien keine Barsche mehr da. Ähnliches Phänomen, jedoch bei weitem nicht so extrem ausgeprägt, kann man auch bei Zandern beobachten. Beim Zander erscheint mir die Beißlaune noch etwas stärker von der Wetterlage abhängig zu sein. Besonders im Fluss sind oft wechselnde Verhältnisse die die Fische zum ständigen Platzwechsel zwingen nicht gerade förderlich.
Ob diese Erkenntnisse auch bei Rapfen zutreffen wird sich die nächsten Jahre zeigen. Tatsache ist jedoch dass gerade diese Fischart aufgrund der besonders ausgeprägten Oberflächenjagt der Kleinfische relativ leicht von den Anglern anvisiert werden kann. Somit können bei regelmäßiger Befischung schon ganze Schwärme in relativ kurzer Zeit an den Haken gebracht werden. Für den Angler kommt noch erleichternder Weise die Platztreue der Rapfen bei der Jagt nach Futterfischen hinzu. Gerade im Fluss gibt es relativ wenige markante Stellen die immer wieder von den Rapfen bei der Suche nach Fressbarem bevorzugt werden. Fakt ist jedoch dass heuer die Anzahl der gefangenen Rapfen an der Donau, trotz zwischenzeitlich perfekter Angelbedingungen, rapide zurück gegangen ist.
Angesichts der tollen Barsch- und zwischenzeitlich relativ guten Zanderfänge kann man bis jetzt auf alle Fälle zufrieden sein. Beim Endspurt hoffen wir noch auf einige schöne Exemplare und wünschen allen Raubfischjägern ein kräftiges Petri Heil!
|