Inverses Zwischenschonmass – Mut zur Innovation!

Aufgrund des immer höher werdenden Angeldrucks auf Raubfische und deren Entnahme und dem damit verbundenen rückläufigen Bestand, wird immer häufiger ein Zwischenschonmaß eingeführt. Das inverse Zwischenschonmaß stellt eine Koppelung von Mindest- und Maximalmaß dar , d.h. es würden Fische bis zum Mindestmaß geschont bleiben, dann gäbe es eine entnahmefähige Größe und schließlich ein Maximalmaß, ab dem die Fische ebenfalls zurückgesetzt werden müssen.

Durch dieses Zwischenschonmaß würden die für ein intaktes Ökosystem wichtigen Großfische geschont und könnten so Ihre genetisch wertvollen Erbanlagen weitergeben. Dies würde auch für die Zukunft einen sich selbst reproduzierenden Fischbestand gewährleisten und längerfristig zu einer Zunahme des überfischten Bestandes führen. Die Einwände dass Großfische dem Bestand mehr schaden als nutzen sind, neusten wissenschaftlichen Studien zufolge, längst überholt.

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Wir müssen uns von der Vorstellung des „Fischereischädlings“ lösen; es stellt sich vielmehr die Frage, wie wir zumindest einen Teil des natürlichen Großfischbestandes im Gewässer erhalten können. Damit ist nicht gemeint, dass wir reine Großfischgewässer produzieren wollen, es geht einfach darum, dass die großen Tiere erhalten werden müssen um einen gesunden Fischbestand zu gewährleisten.

Dieses Prinzip gilt in sehr vielen Gewässern im Ausland und auch in Deutschland gibt eine immer größere Anzahl von Vereinen, die dieses Zwischenschonmaß zur Hege Ihrer Bestände eingeführt haben.

Zur Vertiefung der Materie gibt es mittlerweile ziemlich viele Quellen im Internet, laut deren wissenschaftliche Untersuchungen immer wieder den Gedanken des Zwischenmaßes bestätigen und auch als langfristig unumgängliche Lösung empfehlen. Obwohl viele Untersuchungen bereits bei Meeresfischen durchgeführt wurden, müssen diese natürlich bei Süßwasserbewohnern noch wiederholt werden. Nichts desto trotz spricht nach heutigem Wissensstand wirklich vieles dafür, dass die Ergebnisse reproduzierbar sind. Gerade deshalb ist bereits jetzt Mut zum Umdenken gefragt, will man langfristig ein Gewässer im ökologischen Gleichgewicht halten.