U1 – Unter die Lupe genommen

Die Schwarzwälder Wobbler-Schmiede Hybrida verfügt über eine Palette von Modellen, die in meinen Augen sehr breites Spektrum auf dem Raubfischsektor abdecken. Je nach Fischart und Anwendungsgebiet findet man ein Modell mit relativ großer Farb- und Dekorauswahl. Aber das eigentlich Tolle an diesen Kunstködern ist, dass die Bissfrequenz stimmt. Das merkt man schon nach einigen Angelstunden. Ich hatte die letzten paar Wochen das Vergnügen das Modell U1 sowohl in der Crankbait - als auch in der Twitchbaitvariante in unseren Flüssen zu testen. Bei einer Wobblerlänge von 9cm und einer Lauftiefe von maximal 2 Meter war mein Zielfisch der Zander. Der Einsatzort war größtenteils Uferangeln in der Nacht. Aber wie testet man eigentlich einen Wobbler?

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Schöner Zander auf U1-Twitch.

Natürlich fängt man mit nahezu jedem Kunstköder Fische wenn man die Plätze kennt und die Führung auf die jeweiligen Verhältnisse abstimmt. Damit aber nach den Angelstunden eine richtige Aussage gemacht werden kann braucht man eine Referenz und Fakten. Nach dem der Hybrida U1 an gleichen Angelplätzen wie der Rapala Shad Rap 9cm eingesetzt werden kann, habe ich auch diesen als Vergleichsobjekt genommen. Eine wirklich harte Herausforderung. Denn bekanntlich gilt der Shad Rap bei uns schon seit Jahren als einer der effektivsten Wobbler. Vor allem in starker Strömung und an Strömungskanten erweist der Shad Rap seine vorzügliche Laufeigenschaft, die häufig mit einer Attacke des Räubers belohnt wird. Des Weiteren erweist sich erfahrungsgemäß eine nicht all zu aggressive und hochfrequente Laufeigenschaft sowie eine schlanke, lang gestreckte Form des Wobblers zumindest in unseren Flüssen als sehr fängig. Zur besseren Vergleichbarkeit habe ich immer versucht die zwei Probanden gleich lang und immer abwechselnd zu angeln.

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Auch Rapfen jagen gerne den U1-Twitch.

Mit dem Ergebnis des Vergleichstests kann der Hybrida U1 mehr als zufrieden sein. Das Modell U1 hat mich ganz klar überzeugt. Ich habe mit diesem Wobbler nahezu alle Raubfischarten gefangen. Da ich aber gezielt Zanderspots beangelt habe, wurden diese auch in erster Linie gefangen. Ich war und bin immer noch erstaunt über die Bissausbeute. Durch die sehr scharfen und größenmäßig perfekt abgestimmten Haken verlor ich relativ wenige Fische während des Drills. Eine klare Tendenz bezüglich Führungsstill zeichnete sich nicht ab. An manchen Tagen wollten die Fische einen getwitchten Wobbler fressen, ein anderes Mal war ein mit konstanter Geschwindigkeit geführter Wobbler attraktiver.

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Schöner Barsch auf U1-Twitch (Farbe AYU).

Beim direkten Vergleich zwischen den zwei Testobjekten kommt in meinen Augen ganz klar ein Unentschieden raus. Ein Unentschieden und somit eigentlich ein gefühlter Sieg für Hybrida U1, weil ich damit im Vorhinein niemals gerechnet hätte. Die Begründung zur Ergebnisfindung bei diesen zwei Wobblern stellt sich wie folgt zusammen. Mit dem Shad Rap ist es mir gelungen in der Testphase den größten Zander zu fangen. Die höhere Anzahl der gefangenen Fische lag aber relativ deutlich beim Hybrida U1.

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Mit einem Hecht muss man immer rechnen, deshalb ist ein Stahlvorfach pflicht!

Als unabhängiger und neutraler Tester lautet mein Fazit wie folgt. Der Hybrida U1 fängt regelmäßig Fische und ist ganz klar eine Bereicherung meiner Köderkiste. Angesichts des Preis/Leistung – Verhältnisses ist das Modell U1 seit langem mal wieder ein Wobbler, der sicherlich bei vielen Raubfisch- und vor allem Zanderanglern den Durchbruch schafft. Der Wobbler Hybrida U1 kann in meinen Augen auf gleich hohem Niveau mit bereits seit Jahren bei Raubfischanglern etablierten Kunstködern mithalten und manche teilweise sogar übertreffen.