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Fangmeldungen 2012
 
Schickt uns eure Fänge für die jeweiligen Kategorien. Am Ende des Jahres wird ein Zielfischkönig gewählt.
Bitte beachtet aber, dass wir bei Fotos großen Wert auf Ästhetik legen. Offensichtlich abgeschlagene Fische werden nicht veröffentlicht.

30+ Barsche

    *   Martin E. 45 (Jan)
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60+ Rapfen

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70+ Zander

    *   Martin E. 97 (Jan)
    *   Damian S. 96 (Mar)
    *   Martin E. 91 (Jan)
    *   Damian S. 91 (Jan)
    *   Damian S. 88 (Mar)
    *   Damian S. 87 (Feb)
    *   Damian S. 83 (Feb)
    *   Damian S. 82 (Jan)
    *   Martin E. 74 (Feb)
    *   Martin E. 72 (Mar)

80+ Hechte

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Grundel-Cup 2012

Grundel-Cup 2012
Kormoran, Küchenfenster & Widerhaken PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Jochen Forsthövel   
09.01.2011
kkw_1Prolog
Letztes Jahr durfte ich mich über eine schöne Zahl von Barschen in schönen Größen freuen. Was auffiel war ein relativ großer Anteil von Fischen mit Verletzungen. Zum Teil sahen die Verletzungen nach Kormoranattacken aus, teilweise noch blutende Wunden meist im oberen Rückenbereich (Foto links: Barsch 37cm).
Aber auch oft verheilte Verletzungen im Maulbereich, die meines Erachtens auf das Lösen von Haken mit relativ großen Widerhaken zurückzuführen waren (Foto unten rechts: Barsch mit 44cm, von einem Freund und von mir gefangen; Foto unten links: ein 38er, beide mit zerstörtem linken Kiefergelenk). Glücklicherweise haben diese Fische ihre Verletzungen gut verwunden, aber es stellt sich doch die Frage, ob man so etwas nicht zu vermeiden versuchen sollte.
Historie
Die hohen Stückzahlen großer Fische, von denen uns ältere Kollegen manchmal noch zu berichten wissen, sind Vergangenheit.
Und Heute?
Gerade die Bestände der aktuell beliebten Raubfische Hecht und Zander, in jüngerer Zeit auch Barsch und Schied, sind unter Druck geraten. Verbaute und strukturärmere Gewässer, eine steigende Zahl von Anglern mit besseren Methoden und nicht zuletzt auch der Fraßdruck durch den Kormoran sind einige Gründe, die ins Auge fallen.
Was tun?
kkw_2Schnell wird der Ruf nach stärkerem Besatz laut. Die Sinnhaftigkeit dieser Maßnahmen soll hier nicht ausdiskutiert werden.
Ein anderer und meines Erachtens deutlich besserer Ansatz ist die Schonung wertvoller Laichfische. Genetisch über Generationen an das Gewässer angepasste Fische, die sich erfolgreich gegen Hunderttausende Brüder und Schwestern durchgesetzt haben und zu kapitaler Größe heranwachsen konnten sind sicherlich nicht die schlechteste Basis für einen gesunden Bestand. Nicht nur dass die genetische Ausstattung dieser Fische wahrscheinlich besser ist, auch die Laichmenge und -qualität ist bei größeren Fischen deutlich besser.
kkw_3Wenn es der Mensch geschafft hat das Hausschwein dick und rund zu züchten kann ich mir gut vorstellen, dass das von Einigen geforderte Knüppeln aller mäßigen gefangenen Fische mittelfristig zu kleinwüchsigeren Fischen führt (und wer will denn das?).
Ich bin ein Freund von Regelungen, die ein Zwischenmaß zur Entnahme freigeben, also untermäßige Fische (lohnt noch nicht) und große Laichfische (wichtig für einen gesunden, sich selbst reproduzierenden Bestand) schonen.
Nur Fische, die ins "Küchenfenster" der betreffenden Art fallen, sollten also entnommen werden. Was tun also um Fische erfolgreich zurücksetzen zu können, die nicht ins "Küchenfenster" fallen?

Meiner Meinung nach sind dazu zwei Dinge notwendig. Angemessenes Verhalten und angemessenes Gerät.

Zum Verhalten
Fische, die zurückgesetzt werden sollen, müssen schonend behandelt werden. Schonendes Abhaken, möglichst kurze Zeit außerhalb des Wassers und ein zügiger Drill sind notwendig um dem Fisch unnötigen Stress zu ersparen und sein Überleben zu sichern. Bei der Naturköderfischerei sollte der Anhieb früh erfolgen um ein Schlucken des Hakens zu vermeiden.
kkw_5Man sollte auch die Konsequenz besitzen einen Fisch, der stark verletzt ist (z.B. aus den Kiemen blutet) und deshalb eine geringe Überlebenswahrscheinlichkeit hat zu entnehmen (sofern er mäßig ist), auch wenn man damit für diesen Tag aufgrund von Fangbegrenzungen das Raubfischangeln einstellen muss. Oder auch der Verzicht auf das perfekte Fangfoto wenn die Umstände für den Fisch sonst zu ungünstig werden (Kamera nicht griffbereit, sehr hohe Wassertemperaturen etc.)
Aus dem Gebot der Fischschonung ergeben sich auch die Forderungen nach dem geeigneten Gerät.
Ich fische gerne leichtes Gerät. Aber die Stärke des Geräts muss dem zu erwartenden Fisch und auch den Gewässergegebenheiten angemessen gewählt werden. Ein hindernisfreier Spot mit wenig Strömung kann mit leichterem Gerät befischt werden als eine stark strömende Stelle mit vielen Hindernissen, an der wohlmöglich noch mit großen Fischen oder Beifängen größerer Arten zu rechnen ist. Bei "Hechtgefahr", insbesondere wenn man mit Drillingen fischt, die dem Fisch den Schlund zunähen können, geht nur Stahlvorfach. Auch der Köder fällt unter das Gerät. Ich fische
bevorzugt mit Einzelhaken, gebe also in der Regel einem Jig mit Einzelhaken den Vorzug vor Wobblern mit mehreren Drillingen. Drillinge "kastriere" ich oft zu Zwillingen (erleichtert das Lösen) oder ersetze sie durch Einzelhaken.
kkw_4Widerhaken drücke ich mit einer Zange an (einen Dropshot- oder Naturköder kann man prima mit einem kleinen Stückchen aus einem altem Fahrradschlauch sichern).
Man mag zwar einen Fisch von Hundert auch bei immer straff gehaltener Schnur mehr verlieren aber dafür hakt man zwei von Hundert mehr, da der kleinere Hakenquerschnitt beim Anhieb leichter eindringt.

Und warum schreibe ich das alles?
Weil ich in diesem Sinne uns Allen auch übermorgen noch gute Fänge wünsche, auf gut deutsch:
Nicht nur ein toter Fisch ist ein guter Fisch!

kkw_6

Der Autor: Jochen mit 46cm Traumbarsch, gefangen in unserem Hausgewässer.