Jahresabschluss

Das Jahr 2020 wird uns sicherlich lange in Erinnerung bleiben. Klar, Covid-19 prägt seit geraumer Zeit unseren Alltag und es ist völlig offen wie lange es noch so bleibt. Mich bzw. die Angler, hat die Pandemie jedoch nicht wirklich eingeschränkt. Ganz im Gegenteil. Ich war so oft beim Angeln, wie selten die Jahre zuvor!

Auch wenn ich lange Zeit das Gefühl hatte heuer schlecht gefangen zu haben muss ich gestehen, dass es für mich mengenmäßig das beste Jahr seit langem war.
Dabei habe ich viele neue Stellen ausprobiert. Einen dicken Waller gezielt mit der Spinnrute überlistet und dieses Mal auch raus bekommen. Einige extrem gute Zander, Barsche, Hechte und sehr schöne Bachforellen gefangen. Für die Gewässer, an denen ich heuer unterwegs war, war es echt top!

2020 gab es einige tolle Donauzander für mich.

Und das obwohl die Gewässer bei mir mittlerweile maßlos überlaufen sind. Natürlich war Lockdown-bedingt heuer alles anders. Viele Angler hatten sehr viel Zeit und Wegfahren war halt nicht. Das ist ja auch absolut in Ordnung!

Nichts desto trotz ist es mir heuer klar geworden, was es für die Donau und deren Zuflüsse bedeutet, wenn die Leute nicht verreisen dürfen. Da muss man echt die Strategie (sofern eine überhaupt vorhanden) der Angelvereine, was die Anzahl der mittlerweile aufgenommenen Mitglieder angeht, ganz kritisch hinterfragen. So viele Menschen auf so kleiner Fläche inkl. erlaubtem Bootsangeln kann einfach auf Dauer nicht gut für das Gewässer sein.

Genauso wie auch einige gute Barsche.

Ähnlich Besorgniserregend finde ich die Entwicklung auf den Social Media Kanälen. Es ist schon krass wie viele selbsternannte Profis und neuerdings „Teamangler“ zum Beispiel auf YouTube unterwegs sind. Jeder will liefern. Alle fahren nach Holland. Immer an die gleichen Spots, was die Produktwerbevideos verraten.

Ganz ehrlich, wenn das Angeln ist, dann bin ich raus!

Besonders lächerlich ist für mich wie krampfhaft versucht wird immer wieder das Rad neu zu erfinden. Einer plappert dem anderen nach. Alleine bei der Flut an vermeintlich „neuen“ Ködern blicke ich schon lange nicht mehr durch. Gefühlt kopiert jeder von jedem und verkauft es als die eigene Innovation. Mit der Hoffnung auch ein Stück vom großen Kuchen abzugreifen.
Und jedes mal, wenn ich mir mein teilweise über 20 Jahre altes Equipment anschaue und ein Blick in meine kleine Köderbox werfe komme ich mir echt verarscht vor. Dabei frage ich mich ernsthaft, wer das ganze „neue“ Zeug eigentlich braucht?

Also um Fische zu fangen braucht man es definitiv nicht!

Und kurz vor der Schonzeit dieser absolute Traumfisch !

Jetzt könnte einer sofort sagen, du bist doch kein Stück besser mit deinem ständigen Zandergummigelaber! Das mag schon sein. Aber wenn hier der Eindruck entsteht, dass man ausschließlich mit meinem Zandergummi Fische fängt, dann möchte ich den Irrtum an der Stelle gerne auflösen.
Leute, man fängt mit nahezu jedem Köder wenn die Fische am Spot sind. Das ist das Geheimnis der Reisen vieler „Teamangler“ in Top-Reviere. Ich fische oft meinen Zandergummi, weil er einfach extrem gut funktioniert! Selbst an einem Gewässer mit sehr dünnem Bestand. Bei mir an der Donau. Wo die Fische täglich von zig Anglern, meist wahrscheinlich erfolglos, beangelt werden.

Vielen Dank und ein dickes Petri Heil an Markus Höger für die Fangmeldung des tollen 86er Zander aus dem Main. Gefangen mit ZG13.

Gerade deshalb will ich mich bei allen Freunden, Kunden und heimlichen Bewunderern für das Vertrauen und die Unterstützung bedanken!
Es hat mir 2020 unfassbar viel Spaß gemacht am Wasser zu sein und neue Ideen zu kreieren. Ich freue mich jetzt schon riesig auf 2021 sowie auf alles was noch kommt. Das Format Spinningista geht im April in sein 19tes Jahr!

Ich wünsche euch im neuen Jahr vor allem viel Gesundheit!