GT Fishing @ Dahlak-Archipel

Eritrea und Angeln ist, zumindest noch, eine absolute Expedition. Gerade deshalb auch unheimlich reizvoll. Kein Tourismus, unzählige Korallenriffe mit atemraubender Fischartvielfalt, Delfine, Haie, Schildkröten.... so stelle ich mir das Paradies vor.
Mein erster Trip mit dem Ziel einen kampfstarken Gigant Trevally zu fangen ging auf das Dahlak-Archipel. Eine Inselgruppe im Roten Meer, welche zu Eritrea gehört.

Der Weg von Asmara nach Massaua

Schon bei der Einreise am Flughafen in Asmara wurden wir mit Riesenaugen angesehen bei der Frage, was wir in Eritrea eigentlich wollen? Angeln? Das macht hier kein Tourist.
Selbst Ärzte, die in einer Mission kleine Kinder durch Herzoperationen zu retten unterwegs waren, wünschten uns viel Glück. Die Hauptstadt Asmara zu verlassen sei verrückt. Von wegen!

Die Insel Dur Gaam

Unser Camp wurde auf der Insel Dur Gaam aufgebaut. Mitten im Roten Meer. Natürlich unbewohnt. Die Crew bestand aus einem Übersetzer, einem Bootskapitän und seinem Co, sowie einem Koch und seinem Assistent. Das war´s. Und wir. Sigrid, Jochen, Daniel, Andi, Eli und ich.
Von da aus ging es jeden Tag mit dem Boot auf eine andere Insel zum Fischen. Bei 126 Inseln, die zum Dahlak-Archipel gehören, ist die Auswahl durchaus komfortabel. 5 Angeltage = 5 verschiedene Inseln.

Erster Gigant Trevally

Bereits am zweiten Tag schlug es bei mir wie aus dem Nichts ein. Mein erster GT ausgerechnet vom Ufer aus gefangen. Angesichts der vielen Korallen und scharfen Steine ist mir der kampfstarke Fisch besonders viel Wert. Ein krasser Einschlag und ein Drill auf biegen und brechen im knietiefen Wasser. Was für ein geiles Erlebnis.

GT vom Boot

Am dritten Tag fuhren wir eine kleine Insel Namens Mursol an. Die relativ gut ausgeprägte Strömung um die Insel rum ließ vermuten, dass GT´s nicht weit weg sind. Und so war es die erste Drift, bei der ich dieses Mal wieder einen krass kämpfenden Fisch an den Haken bekommen habe. Die Attacke, der Einschlag und der Drill einfach unvergesslich.

Eritrea, Afrika etwas anders

Ich habe im Vorfeld einiges über Eritrea gehört. An sich hat sich fast nix von dem bestätigt, was über das Land geschrieben wird. Natürlich sieht man als Außenstehender die Dinge etwas anders, weil man den Einblick nicht hat. Ich habe aber sehr gastfreundliche Leute erlebt. Man hatte zu keinem Zeitpunkt das Gefühl, dass man nicht willkommen ist. Ganz im Gegenteil. Ich würde es jederzeit wieder machen!