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Fangmeldungen 2012
 
Schickt uns eure Fänge für die jeweiligen Kategorien. Am Ende des Jahres wird ein Zielfischkönig gewählt.
Bitte beachtet aber, dass wir bei Fotos großen Wert auf Ästhetik legen. Offensichtlich abgeschlagene Fische werden nicht veröffentlicht.

30+ Barsche

    *   Martin E. 45 (Jan)
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60+ Rapfen

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70+ Zander

    *   Martin E. 97 (Jan)
    *   Martin E. 91 (Jan)
    *   Damian S. 91 (Jan)
NEU Damian S. 83 (Feb)
    *   Damian S. 82 (Jan)

80+ Hechte

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Gestreifter Wahnsinn PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Damian   
17.01.2007
gestreifter_wahnsinn_1_Problemstellung: wann, wo und auf welchen Köder kann man Barsche fangen? Die Lösung müsste ja einer Kinderüberraschung ähneln und drei Wünsche auf ein Mal erfüllen. Auf die obige Frage habe ich eine Gegenfrage parat. Willst Du gezielt auf dicke Brocken angeln oder bist Du eher auf den Fangerfolg ausgerichtet, wo die Größe der gefangenen Fische eher zweitrangig ist?
Diese zwei Möglichkeiten gibt es nämlich, wenn man die gestreiften Kameraden anvisiert. Im Gegensatz zu ihren kleineren Artgenossen, sind kapitale Barsche meistens Einzelgänger oder sind nur in kleinen Gruppen unterwegs. Dabei ist die Chance beim Schleppen mit relativ großen Ködern auf Hecht einen richtig großen Barsch zu fangen besonders hoch. Mir ist schon oft passiert, dass ein kaum größerer Barsch als mein Wobbler diesen attraktiv fand und ihn zu fressen gern hatte. Bei einem Wobbler von 25cm ist es zwar kein Riese aber schon ein schöner Barsch. Des Weiteren kommt noch die Tatsache dazu, dass man beim Schleppen natürlich eine viel größere Fläche abfischen kann. Ein weiterer entscheidender Vorteil beim Bootsangeln ist, dass man den großen Gesellen an vielen vom Ufer unzugänglichen Stellen auf die Pelle rückt und somit die Fangquote enorm steigert.
Bei gezieltem Angeln auf Barsch habe ich auch schon oft beobachten können wie sich die Größe der gefangen Fische strickt nach der Größe der angebotenen Köder gerichtet hat. Es ist schon so, dass meistens die großen und zugleich relativ alten Fische jede menge Erfahrung mit unseren Kunstködern im Laufe ihres Lebens machen mussten und dementsprechend zurückhaltend agieren. Prinzipiell ist es aber gerade bei dieser Spezies schon so, dass das Finden der Fische das größte Problem darstellt. Hat mal einmal einen gestreiften Kerl überlistet, so sind mit 100%-iger Sicherheit seine Artgenossen auch nicht weit. Um die Anwesenheit der Barsche zu testen verwende ich meistens sehr kleine Twister oder Gummifische. Denn gerade die Halbstarken lassen sich meistens nicht zweimal bitten und signalisieren sofort mit einem Biss ihr Dasein. Nach dem mir zwei bis drei kleinere Fische ihre Anwesenheit und Beißfreude verraten haben ist Köderwechsel angesagt. Diese Rechnung geht in den Fällen auf, wenn größere Barsche am Angelplatz vorhanden sind. Denn sobald ein größerer Köder zum Einsatz kommt gehen auch schon mal richtige Brocken an den Haken!
gestreifter_wahnsinn_3_Der Barsch befindet sich, wie jeder andere Fisch, zu verschiedenen Jahreszeiten an verschieden Orten. Die meiste Zeit seines Lebens ist er jedoch in Grundnähe zu finden. Was vielleicht sein Raubverhalten vom Hecht entscheidend unterscheidet ist, dass er seine Opfer geradeaus anvisiert. Das ist beim Mr. Esox anders. Der beobachtet in der Regel die gesamte Umbebung über ihm und kann somit auch Oberflächenköder sehr gut optisch wahrnehmen. Um den Fangerfolg zu steigern müssen wir also dem Barsch den Köder schon in seiner Sichtweite anbieten und das heißt knapp über dem Grund. Anders als in den übrigen Jahreszeiten ist es im Sommer schon etwas schwieriger den Stachelritter zu finden. Auf Grund von Bildung einer Sprungschicht ist das Wasser zwischen kalt und warm physikalisch getrennt. Die Sprungschicht ist in großen Gewässern besonders ausgeprägt und kann wunderschön am Echolot beobachtet werden. Im Gegensatz zur unteren Schicht ist die obere Schicht warm und Sauerstoffreich. Das führt dazu, dass sich die meisten Futterfische gerade in dieser Region aufhalten und die Räuber mit sich nach oben ziehen. Das ist auch die Erklärung warum man gerade im Sommer in Grundnähe eher weniger Erfolgreich sein wird. Es macht Sinn beim Schleppen einen Wobbler knapp überhab der Sprungschicht und einen etwas höher anzubieten.
Somit wären die Fragen wann und wo beantwortet. Jetzt zur vielleicht wichtigsten Frage. Welchen Köder soll ich verwenden? Diese Frage zu beantworten fällt mir sehr leicht. Perca fluviatilis mag es bunt. Dabei lautet die Devise: je ausgefallener, desto interessanter! Eine Ausnahme würde ich vielleicht an Gewässern mit sehr klarem Wasser machen. In diesem Fall  kann nämlich ein Barschimitat oder eine natürliche Farbe (z.B. grau/schwarz/silber) schon den einen oder anderen Großen aus seinem Versteck locken. Da man mit Gummi sehr gut den Gewässerboden absuchen kann, wird meistens dieser Köder verwendet. An warmen Sommertagen und bei Dämmerung kann aber ein Spinner oder Blinker, in Ufernähe geführt, auch einen schönen Fisch bringen. Zur Köderführung bleibt noch zu sagen, dass unser gestreifter Freund besonders auf Abwechslung steht. Barsche reagieren sehr stark auf plötzliche Beschleunigung, Absinken oder Aufsteigen des Köders. Manöver wie Stopps, Kurvenfahrten, Rucke mit der Rute oder kurze Sprints erhöhen die Fangchancen erheblich.
Besonders viel Spaß macht das Barschangeln mit ultra leichtem Gerät. Ich verwende meistens eine 2.70 Meter lange  G.Loomis IMX mit einem Wurfgewicht von 3/8 oz (ca. 10 Gramm). Dazu kommt eine kleine Shimano Twin Power mit einer Berkley Fireline Crystal 0,06 mm.

Viel Spaß beim Ausprobieren!