| Frequenz des Köderwechsels |
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| Geschrieben von Damian | |
| 04.01.2008 | |
Ist es nicht so, dass wir beim Köderbox-Einräumen kaum auf einen Köder verzichten wollen und im Endeffekt alles mitgenommen wird was uns halbwegs fängig erscheint? Mir geht es zumindest so. Spätestens am Wasser muss ich dann desöfteren feststellen, dass ich wieder mal viel zu viel dabei habe und die Tasche unangenehm schwer ist. Andererseits ärgere ich mich immer wenn ich mal den einen oder anderen Köder daheim lasse. Denn dann bilde ich mir ein, dass es an gewissen Tagen gerade der Richtige gewesen wäre. Na ja, aber so ist es halt und irgendwann muss man einfach zu Selektieren anfangen, denn das Wachstum der Kunstködervarianten steigt bei jedem Spinnangler exponential an. Seid geraumer Zeit versuche ich immer eine bunte Mischung mit sich zu führen. Das heißt, dass ich eine möglichst breite Palette an Ködern dabei habe. Nicht zu viel aber auch nicht zu wenig. Somit kann ich relativ viele Angeltechniken anwenden und mich den aktuellen Bedingungen am Wasser so gut wie möglich anpassen.
Wenn man aber schon alle möglichen Kunstköder dabei hat, dann sollten diese auch ausprobiert werden. Kein Angeltag ist gleich! An jedem Gewässer gibt es Phasen in denen gerade ein Model oder eine Farbe besonders gut fängt.
Dieses Phänomen hängt von sehr vielen Faktoren ab. Jahreszeit, Wassertrübung, Köderfischangebot, Wetter sind nur einige davon. Ich persönlich wechsle den Köder sehr oft. Das kommt aber wahrscheinlich davon, weil ich vorwiegend in Fließgewässern angele und hier sich die Bedingungen in Vergleich zu stehenden Gewässern relativ schnell ändern. Die Wichtigsten sind hier der Wasserstand und die Trübung. Da jeder Angler seine Lieblingsköder hat kann man die Köder-Wechselfrequenz auch relativ schlecht festlegen. Je mehr Lieblinge, desto öfter wird natürlich gewechselt. Aber was heißt eigentlich Lieblingsköder? Es gibt keinen perfekten Köder, der überall einsetzbar ist. Jeder Kunstköder hat in gewissen Situationen seine Stärken aber auch Schwächen. Es gibt aber auch Kunstköder die an gewissen Gewässern überhaupt nicht funktionieren. Bei mir sind es zum Beispiel die absoluten Schwedenkiller Grandma oder Zalt Zam. Ich muss immer wieder über Werbespots der einzelnen Firmen schmunzeln, die einen neuen Köder als Fangmaschinen oder ähnliches bezeichnen. Das ist schlicht und einfach Augenwischerei! Die Kunst am Spinnangeln besteht im Endeffekt darin, die Stärken eines Köders im eigenen Hausgewässer optimal auszuspielen. Je nach Zielfisch verwende ich grundsätzlich drei bis vier unterschiedliche Gummifischformen (Größe der Gufi´s bestimmt die Jahreszeit in der geangelt wird) die relativ häufig gewechselt werden. Des Weiteren sollten die Farben der Gufi´s auch fifty fifty gewählt werden. Das heißt zwei helle und zwei dunkle Modelle. Somit kann man ruhigen Gewissens an jeder Stelle gezielt nach Raubfischen absuchen. Bei Wobblern ist die Vorauswahl meistens relativ schnell eingeschränkt. Diese eliminieren sich nämlich selber durch ihre vorbestimmte Lauftiefe. Aber auch hier versuche ich meistens ein helles und ein dunkles Modell zu verwenden. An Tagen, an denen die Raubfische nicht so richtig wollen gehe ich auch oft so vor, dass ich nur einen Kunstköder (meistens Gummifisch) so lange anbiete bis es vom total entnervten Raubfisch attackiert wird. Und zwar nicht weil der Räuber fressen will, sondern den immer wieder vorbei schwimmenden Köder als Eindringling betrachtet und diesen einfach nur eliminieren will (Revierverteidigung). Diese Taktik kann allerdings nur angewendet und vom Erfolg gekrönt werden, wenn man sich sehr sicher über die Anwesenheit der Raubfische an einem Hot Spot ist (besonders ausgeprägt bei Zandern). Bekommt man auf einen der oben aufgeführten Kunstköder einen Biss, den man nicht verwerten konnte, macht es auf alle Fälle Sinn in diesem Bereich mit einem anderen Köder eine Zeit lang zu versuchen. Es kommt nicht all zu selten vor, dass ein anderer Köder den Räuber besser anspricht und dieser dann auch richtig attackiert wird. Es gibt also keine Faustregel für die Frequenz des Köderwechselns. Beim Zielfisch Hecht bevorzuge aber eher die zügigere Variante. Beim Zander bleibe ich oft stur bei einem Köder. |



Ist es nicht so, dass wir beim Köderbox-Einräumen kaum auf einen Köder verzichten wollen und im Endeffekt alles mitgenommen wird was uns halbwegs fängig erscheint? Mir geht es zumindest so. Spätestens am Wasser muss ich dann desöfteren feststellen, dass ich wieder mal viel zu viel dabei habe und die Tasche unangenehm schwer ist. Andererseits ärgere ich mich immer wenn ich mal den einen oder anderen Köder daheim lasse. Denn dann bilde ich mir ein, dass es an gewissen Tagen gerade der Richtige gewesen wäre. Na ja, aber so ist es halt und irgendwann muss man einfach zu Selektieren anfangen, denn das Wachstum der Kunstködervarianten steigt bei jedem Spinnangler exponential an. Seid geraumer Zeit versuche ich immer eine bunte Mischung mit sich zu führen. Das heißt, dass ich eine möglichst breite Palette an Ködern dabei habe. Nicht zu viel aber auch nicht zu wenig. Somit kann ich relativ viele Angeltechniken anwenden und mich den aktuellen Bedingungen am Wasser so gut wie möglich anpassen.



