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Fischbestände sichern! - ist Barsch der Schlüssel? |
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Geschrieben von Damian
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01.12.2009 |
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Extrem gute Barschfänge mit einer Traumdurchschnittsgröße, ein Ausnahmezander förmlich aus dem Nichts sowie ein Hecht der Extraklasse auf einen Testwobbler überdecken heuer die eigentliche Problematik der Donau. Obwohl der Kormoran aus der Sicht einer gesunden Fischbestandsperspektive sicherlich den Titel “Vogel des Jahres 2010“ nicht verdient hat, hat uns das Jahr 2009 in meinen Augen ein alarmierendes Zeichen bezüglich der Entwicklung der Schwarzmundgrundel (nachfolgend auch Grundel genannt) speziell in der Donau gegeben. Schließlich sind wir in der Pflicht sich intensiv mit der Fischbestandsstruktur unserer Gewässer in naher Zukunft jetzt schon zu beschäftigen.
Die Grundel ist auf dem Vormarsch mit einer atemraubenden Geschwindigkeit. Bei der Durchsicht meiner Fangliste 2009 wird mir bei der Anzahl auf Kunstköder, man beachte “auf Kunstköder!“, gefangenen Grundel echt Angst und Bange! Die Hoffnung, dass sich die Situation entspannt und die Natur das Verhältnis zwischen den neuen Bewohnern und dem Rest der heimischen Fischarten selbst regelt habe ich mittlerweile verloren. Ansichten, die relativ neue(n) Fischart(en) in unseren Breitengraden wären eine wunderbare Nahrungsgrundlage für alle Raubfische sind ziemlich naiv.
Grundsätzlich wäre dies vielleicht auch der Fall jedoch nicht wenn sich eine Spezies in diesem Tempo vermehrt und gleichzeitig durch Laichraub die restlichen Arten deutlich reduziert. Ich will zwar nicht gleich von einer möglichen Monokultur sprechen, bin aber immer mehr der Meinung, dass man das Thema nicht verharmlosen und durchaus ab sofort ernst nehmen sollte. Spätestens nach der Auswertung der Fanglisten 2009 sollten bei allen Angelvereinen die Alarmglocken läuten. Gerade jetzt sind alle Angler gefragt und das mehr denn je. Aber was tun? In dieser Situation ist guter Rat natürlich teuer.
Sicherlich kann man über die nachfolgenden Thesen, Einstellungen und Behauptungen diskutieren, jedoch sollen diese lediglich zum Nachdenken über mögliche natürliche Abhilfemaßnahmen anregen.
Eine interessante Behauptung und Einstellung von Jochen lautet: “Laichfische gehen zurück! Barsche, die mit 35cm Körperlänge dem Kormoran aus dem Schnabel gewachsen sind, sichern einen schnellwüchsigen und gesunden Barschbestand“. Ein weiterer Vorschlag von Rick lautet: “gerade große Barsche sollten verstärkt geschont und gesetzt werden um die extrem schnelle Expansion der Schwarzmundgrundel zu unterdrücken“. Ich gehe noch weiter und behaupte, dass ein sehr guter Bestand von großen Barschen in einem Gewässer wie die Donau die Lösung in der Zukunft sein kann um ein gesundes Gleichgewicht zwischen den Fischarten zu gewährleisten. Der Barsch bevorzugt nämlich zum größten Teil die gleichen Gewässerbereiche wie die Grundel was automatisch zur Konfrontation zwischen dem Raub- und Beutefisch führt.
Es ist schon verrückt wenn man bedenkt dass noch vor nicht all zu langer Zeit gerade der Barsch als “Unkraut“ unter den Fischen, sicherlich auch wegen der starken Neigung zur Verbuttung, angesehen wurde. Analysiert man die Sachlage mit der aktuellen Kormoran- und Schwarzmundgrundelproblematik kommt man an einem inversen Zwischenschonmaß nicht vorbei. Genau für diese Regelung hat unser Daniel vor langer Zeit schon plädiert.
Es ist Zeit zum Umdenken! Durch den menschlichen Eingriff in die Gewässerstruktur wurde der Lebensraum vieler Fischarten extrem verändert. Manche profitieren davon, andere wiederum können mit den neuen Gegebenheiten nicht leben und haben ohne künstliche Hilfe von außen nahezu keine Überlebenschance mehr.
So lange vom Gesetzgeber bzw. der Gewässerbesitzer keine eindeutige Regelung kommt sollte in meinen Augen jeder von uns in Eigenverantwortung handeln. Wir dürfen nicht zulassen, dass durch unseren Egoismus zukünftige Generationen unsere heimischen Fischarten nur aus Bilderbüchern kennen! Und wenn schon mal ein Barsch gegessen werden muss dann immer nach dem Motto: “zwei 28er Barsche schmecken mindestens genau so lecker wie ein kapitaler 40+!“.
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