Vesterålen – Der Meerforellenauftrag

Meerforellenangeln ist sicher nicht jedermann Sache, hat jedoch in meinen Augen extremes Suchtpotenzial. Nach dem wir heuer (Felix, Flo, Michi, Daniel und ich) unsere Norwegenreise auf die Vesteralen planten war mir klar, ich will eine Mefo fangen. Koste es was es wolle! Daniel nahm auch eine lange Rute mit um in Falle zu starken Windes eine Ausweichmöglichkeit zu haben. Im Vorfeld versuchte ich ein paar Informationen zu sammeln, jedoch stellte sich die Suche relativ schnell als eine mühsame Angelegenheit dar. Lediglich unser Unterkunftsbesitzer Tommy behauptete es sei überhaupt kein Problem, gerade im August, in der Umgebung eine Meerforelle zu fangen. Viel Wasser, wunderschöne Buchten, traumhafte Mündungen, glasklares Wasser. Alles das fanden wir vor Ort vor. Tommy, selbst ein leidenschaftlicher Mefo-Angler wie sich später rausstellte, nannte Daniel und mir 3 Seen, in denen angeblich sea trout´s rumschwimmen und für die man keine extra Erlaubnis benötigte.

Text, Text
Übersichtskarte aller Locations an denen wir erfolgreich waren

Leider haben wir nur 2 der 3 Seen (Skalbrekkvatnet und Haugvatnet) gefunden und promt konnte ich nach knapp 2 Stunden Wurfzeit meinen ersten Norwegen-Salmoniden in den Händen halten. Nix großes aber immerhin der Zielfisch!

Der erste Zielfisch nach relativ kurzer Angelzeit
Der erste Zielfisch gefangen auf das Modell T05 (Länge 85mm, Gewicht 16g), nach relativ kurzer Angelzeit

Auch am zweiten See, dem Haugvatnet, konnten wir Fische auf unserem Konto verbuchen.  Zwar waren die Seen ganz nett aber die Aussicht auf etwas Kapitales war hier in unseren Augen nicht gegeben. So beschlossen wir ziemlich schnell eine Mündung unter die Lupe zu nehmen. Skjørasen, so heißt die Mündung kurz vor dem Ort Straume, für die man jedoch eine Tageskarte lösen muss. Relativ flaches Wasser, viele große Steine, glasklares Wasser, ein Traumrevier für alle Meerforellenangler!

Wunderschöne und sehr kapfstarke 50+ Mefo
Wunderschöne und sehr kampfstarke 50+ Meeforelle mit braunem Laichkleid

Bereits nach kurzer Zeit war uns beiden klar, mit der direkten Anbindung an das offene Meer ist hier alles möglich.

Daniel mit einem Bilderbuchfisch!
Daniel mit einem Bilderbuchfisch! Seeforellenmilchner mit charakteristischem Laichhaken

Nach dem Daniel mehr die Ausfahrten auf Seelachs im Fokus hatte, habe ich für mich beschlossen sich auf die Salmoniden zu konzentrieren. Schließlich hat mich kurz vor unserer Reise Igor Olejnik mit seinen Blinkern versorgt, die ich unbedingt auch auf Mefo ausprobieren wollte.

Traumwetter und Traumrevier, was will man mehr?
Traumwetter, Traumrevier, Traumfische, perfekt funktionierende Blinker, was will man mehr?

So war ich die restlichen Tage alleine unterwegs. Nicht schlimm angesichts der Fänge und der Kulisse im Hintergrund. Ich probierte verstärkt die Oldstream Modelle T04, T05 und B01 aus. Ziemlich schnell kristallisierte sich der T05-Blinker als die absolute Fangmaschine raus. Am zweiten Tag hatte ich über 10 Fische auf dieses Modell. Ich bin mir ziemlich sicher, dass die Ostsee-Mefo diesen Blinker auch sehr interessant findet!

Ein schönes Exemplar auf das Modell B01
Ein schönes Exemplar gefangen auf das Modell B01 (Länge 82mm, Gewicht 15g)

Die kapitale Forelle kam am dritten Tag. Anfangs dachte ich an einen Hänger bis dieser merkte dass am anderen Ende der Schnur irgendjemand versucht den vermeintlichen Hänger mit Zug zu lösen. Durch das flache Wasser hatte der Fisch im Endeffekt nur die Möglichkeit rauszuspringen und sich zu schütteln. Ich will an der Stelle keine Schätzung abgeben aber das war wirklich ein richtig großer Fisch. Jedoch sollte es dieses Mal nicht sein. Nach einem spektakulären Drill mit krassen Fluchten und wilden Sprüngen gewann der Fettflossenträger. Leider, aber so ist es nun mal. So blieb es bei vielen Fischen bis 60cm. Trotzdem, ein geniales Revier zum Meeforellenangeln mit sehr hohem Potenzial.