Reif für die Insel

Mit einer Mefo in die Saison starten, so war der Plan. Geliebäugelt habe ich mit dieser Idee schon länger, jedoch ist es meistens an der fehlenden Zeit gescheitert. Nach dem milden Winter haben wir uns relativ kurzfristig entschlossen ein paar Tage zu investieren und starteten einen Versuch.

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Joachim, Uli und Ralph in einer Lagebesprechung.

3 Tage Zeit um den Fisch der 1000 Würfe zu überlisten. Um nicht völlig sinnlos durch die Gegend zu laufen haben wir uns am ersten Tag mit Ralph Lubs verabredet. Ralph kennt den Küstenbereich auf Rügen wie kaum ein Anderer. Ein absoluter Mefo-Profi und somit genau der richtige Ansprechpartner was das Watangeln angeht.

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Zweiter Wurf, erster Fisch. Eine Meerforelle mit knapp 45cm.

Und bereits nach kürzester Zeit wurde der Traum Meerforelle wahr. Es war nämlich bereits beim zweiten Wurf passiert. Die erste Mefo mit knapp 45cm konnte meinem Blinker nicht widerstehen. Diese wurde schonend, ohne Kescher, gelandet und durfte nach schnellem Foto wieder schwimmen. Ehrlich gesagt wurde ich von der Aktion etwas überrumpelt, da ich mich eigentlich geistig auf die berühmten 1000 Würfe eingestellt habe. Pustekuchen, zweiter Wurf war es, ein Traumstart. Der zweite und letzte Fisch des Tages war zugleich der von mir erhoffte Traumfisch. Am frühen Nachmittag konnte ich eine 60+ Mefo fangen. Absoluter Wahnsinn!

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Zweiter Fisch am ersten Tag, Eine 60+ Meerforelle!

Am zweiten Tag legten wir voll motiviert an einer Stelle los, die uns Ralph am Vortag ans Herz gelegt hat. Es war sehr windig und es wurde relativ schnell klar, dass es kein Spaziergang wird. Meist sind aber gerade solche Tage für besondere Fänge berühmt. Und so war es auch dieses Mal. Den einzigen Fisch des Tages, eine Meerforelle mit 74cm, konnte ich nach einem teilweise atemraubenden Drill auf meinem Konto verbuchen. Ein Traum!   

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Wahnsinn, ein Traumfisch mit 74cm.

Den dritten, wettertechnisch traumhaften, Tag verbrachten wir ganz im Norden am Kap Arkona. Auch da haben wir nach relativ kurzer Zeit die Fische gefunden. Die Bissfrequenz war schon fast beängstigend.

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Der dritte Tag am Kap Arkona mit traumhaftem Wetter.

Zwar war die Durchschnittsgröße nicht so hoch, jedoch über zu viele Bisse sollte man sich beim Meerforellenangeln wirklich nicht beschweren!

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Werfen, werfen und immer wieder werfen...

Und wenn es sicherlich fangtechnisch optimal gelaufen ist, habe ich wieder mal eins gelernt. Auch beim Mefo-Angeln gilt die goldene Regel. Wenn Fische am Spot sind, dann beißen sie auch.