Fishing in Western Australia (Teil 2 von 3)

Teil 2: Ningaloo Reef – Coral Bay und Exmouth

Auf Quobba folgte Coral Bay, der Badeort schlechthin an der Westküste. Durch die relativ große Schutzzone muss man hier weite Wanderungen auf sich nehmen, um legal an Fisch zu kommen. Die großen Spangled Emperor, für welche die Gegend berühmt ist, waren leider nicht für Kunstköder zu interessieren. Dass sie hier vertreten sind konnte ich jedoch verifizieren, nachdem ein Exemplar mit geschätzten 6 Kilogramm, einen gerade von mir zurückgesetzten Garfish, vor meinen Augen inhalierte. Kurzweilig gestaltete sich die Fischerei auf Tintenfische, die hier in kapitalen Größen vorkommen. Ansonsten ist dieser kleine Ort der Traum eines jeden Tauchers und Schnorchlers. Zum Angeln, zumindest vom Ufer, gibt es jedoch bessere Orte.

Whale Shark Tour Coral Bay
Weiter ging es am Ningaloo Reef, Exmouth war das nächste Ziel. Nach allen Berichten und Gesprächen mit Australiern der Ort schlechthin für das Angeln an der Westküste. Ich konnte mir nach Quobba nicht vorstellen, dass es noch besser werden könnte, doch Exmouth lehrte mich eines besseren. All die Möglichkeiten aufzuzählen, die Exmouth bietet ist unmöglich, deswegen will ich mich auf die beiden Orte beschränken die beständig gute Fänge erlaubten. An der Ostseite der Halbinsel liegt der Bundegi Beach, welcher zum Navy Pier führt, einer der besten Ufertauchplätze der Welt. Leider ist das Fischen am Pier selbst verboten, hier gilt eine 100 Meter Sperrzone, doch auch kurz vor und nach dem Pier sind viele Räuber unterwegs. So waren hier täglich Golden Trevallies bis 8 Kilogramm unterwegs und fangbar. Diese jagten bei Flut kleine Meeräschen, welche sich im angespülten Seegras versteckten.
Golden Trevally

Neben den Golden Trevallies waren auch einige GTs bis 10 Kilogramm auf der Jagd sowie viele kapitale Makrelen. Eine Shark Mackerel fand dann auch Gefallen an einem Halco Twisty. Der Strandabschnitt war allerdings nur bei Flut produktiv, bei Ebbe waren zwar ebenfalls Unmengen von Futterfisch vorhanden, die Räuber allerdings inaktiv.

Shark Mackerel

Ganz im Gegensatz zu Oysters, den Platz an der Spitze der Halbinsel. Hier streifen kapitale GTs direkt am Ufer umher. Im Angelgeschäft vor Ort meinten die Besitzer, dass Fische bis 20 Kilogramm fangbar wären, alles darüber wäre aufgrund der vielen Felsen und Korallen nicht zu landen. Da der Fang eines großen GTs vom Ufer mein Hauptziel war, mietete ich ein Rad und fuhr jeden Morgen die 6 Kilometer vom Campingplatz zum Spot. Meine Freundin weigerte sich nämlich überraschenderweise um 5h morgens mit mir auf GT Jagd zu gehen…

Oysters

Die Erfolge stellten sich bereits am ersten Morgen ein, 3 GTs konnten dem Dumbbell Pop nicht widerstehen, leider nur Exemplare bis 5 Kilo. So ging es die nächsten Tage weiter und die ersten Zweifel kamen auf, ob denn so ufer nah wirklich große Exemplare anzutreffen sind. Am fünften Tag wurden diese Zweifel dann ausgelöscht, auf den Sebile Stick Shadd knallte ein kapitaler Fisch. Die erste Flucht war enorm doch glücklicherweise ging sie nicht ins Riff und nach einer Minute Drill gelang es den Fisch zu kontrollieren. Problematisch war jedoch an diesem Tag die hohe Dünung, die es nicht erlaubte auf die Felsen zu klettern. So musste ich etwas erhöht vom Strand aus drillen, um die Schnur aus den scharfkantigen Austernfelsen zu halten. Dies rächte sich jetzt als der Fisch seitwärts flüchtete und ich nicht schnell genug folgen konnte, der Fisch fand einen den zahlreichen Felsen und nach kurzer Zeit war das Vorfach durchgescheuert. Es folgten einige Flüche, die Hoffnung dass der Fisch den Köder schnell wieder los wird und der Gedanke an die Worte des Gerätehändlers, vielleicht war es an diesem Platz einfach nicht möglich große GTs zu landen. Nichtsdestotrotz versuchte ich am nächsten Morgen wieder mein Glück. Leider war der Wellengang wieder massiv und es blieb nur ein Platz wo man gefahrlos werfen konnte. Bereits beim dritten Wurf tauchte kurz vor dem Ufer ein massiver grauer Körper hinter dem Popper auf und inhalierte ihn. Der Drill ähnelte dem ersten, jedoch mit einem glücklichen Ende.

GT

Nach 10 Minuten konnte ich den Fisch, mithilfe einer großen Welle, über die Felsen manövrieren und ein Jubelschrei übertönte die Brandung.

Fortsetzung folgt...