Ein Fluss ändert die Richtung, jetzt hat nicht nur die Quelle ein Problem

Verkehrte Welt – Eine Meldung aus Italien sorgt für Verwirrung. Der Fluss Po hat von einem Tag auf den Anderen einfach die Fließrichtung geändert. Ein Phänomen, welches man sicher unter anderem dem Klimawandel zuschreiben kann.

Irgendwann hat auch das Meer kein Wasser mehr!

Dabei hat sich der plötzliche Sinneswandel gar nicht abgezeichnet. Grundsätzlich wäre die Fließrichtung kein Problem, so Karl-Heinz Phase. Phase, der für etliche Wasserkraftanlagen in Südeuropa zuständig ist, erläutert weiter. Wir haben jetzt ein ersthaftes Problem mit negativem Strom. Die Turbinen drehen sich einfach in die verkehrte Richtung. Dazu wird Strom verbraucht anstatt erzeugt. Ein herber finanzieller Verlust. Der Zustand soll nun so schnell wie möglich behoben werden. Die Überlegungen gehen mittlerweile so weit, dass man alle betroffenen Kraftwerke modifiziert um wieder positive Schlagzeilen zu schreiben. Problematisch wird es nur, wenn der Fluss in geraumer Zeit wieder in die ursprüngliche Richtung fließt.

Steht so zu sagen auf dem Trockenen, ein motivierter Angler

Was gegen die ursprüngliche Fließrichtung spricht ist die Tatsache, dass das relativ nah gelegene Meer als Reservoir mittlerweile genügend Wasser gespeichert hat um die Quelle mit dem nassen Element zu versorgen. Der Vorfall bringt die deutschen Wasserkraftwerkbetreiber ins Grübeln. Würde der Po-Effekt zum Beispiel an der Donau eintreten, so wären wir innerhalb kurzer Zeit auf gut deutsch gesagt im Arsch, so der stellvertretende Geschäftsführer eines großen Energieversorgungsunternehmens, Heiner Assmen.
Dass die Italiener jetzt endgültig ein Problem am Po haben lässt sich somit nicht leugnen. Wegen der geografischen Lage ist gerade beim Rhein, Inn, Main, Po mit Abstand die Gefahr am höchsten, dass in Zukunft Maßnahmen eingeführt und Eingriffe getätigt werden müssen.