|
Nach den ersten erfolgreichen Wurfversuchen mit der Fliegenrute, sollte es mit drei anderen, erfahrenen Fliegenfischern, an die Wiesent in der fränkischen Schweiz gehen, um den dortigen Forellen auf den Zahn zu fühlen. Nach rasanter Fahrt wurden schnell die Tageskarten am Campingplatz gelöst, die passende Bekleidung übergeworfen und dann ging es auch schon, bei schönsten Wetter, ans Wasser. Wir teilten uns in zwei Gruppen, während Benny und Felix die Stadtstrecke befischten, versuchten sich Sebastian und ich, im oberen Streckenabschnitt. Schon nach kurzer Zeit schnappte sich eine schöne 40r Bachforelle den grünen Streamer von Sebi, dazu kamen noch einige Fehlbisse bei mir, doch nach einer halben Stunde war der Bann gebrochen und die erste Forelle, meiner Fliegenfischerkarriere, hing am Haken.
Von da an lief es ausgezeichnet, wir ( na ja, vor allem Sebastian) fingen Fische am laufenden Band, obwohl die Forellen äußerst spitz bissen und wir somit viele Fehlbisse hinnehmen mussten. Die größten Fische maßen um die 40cm. Neben den allgegenwärtigen Bachforellen konnten wir auch einen Bachsaibling und zwei Regenbogenforellen überlisten. Gegen Mittag trafen wir uns mit den anderen, deren Vormittag allerdings völlig anderes verlief, nur sehr wenige Fische ließen sich im unteren Streckenabschnitt überlisten, darunter aber immerhin eine 44cm lange Regenbogenforelle.
Nach einem Essen im örtlichen Restaurant, über den wir hier besser den Mantel des Schweigens hüllen, ging es schließlich für uns an den unteren Streckenabschnitt. Direkt am Wehr konnten wir einige Forellen überlisten, mussten aber dann auch feststellen, dass dort sonst nicht viel zu holen ist. Ein Highlight gab es aber dann doch noch: auf Sebastians Nassfliege biss zwischen einigen Krautfahnen eine kapitale Äsche. Das imposante Tier wurde natürlich, nach einem schnellen Erinnerungsfoto, schonend zurückgesetzt.
Den restlichen Tag verbrachten wir dann wieder in der oberen Strecke, wo jeder noch einige schöne Forellen fing.
Alles in allem ein rundum gelungener Tag, der Bestand an Forellen in der Wiesent ist überragend und die Strecke, vor allem im oberen Abschnitt, wunderschön. Das Stadtstück hat sicherlich nicht den selben Charme, dafür ist dort mit größeren Fischen zu rechnen.
Tageskarten gibt es am Campingplatz in Waischenfeld. Kostenpunkt: 30€
|