| Das ideale Hechtwetter |
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| Geschrieben von Leszek | |
| 07.02.2007 | |
Man möchte meinen, dass jahrelange Erfahrung von Nöten ist um einen richtigen Tag auf Hecht zu erkennen. Es gibt Grundregeln, die sowohl der Anfänger als auch ein erfahrener Angler befolgen sollten, um an ausgewählten Tagen zu verschiedenen Jahreszeiten den vermeidlichen Traumfisch gezielt anzuvisieren. Eins muss allerdings schon im Voraus klar sein. In jeder Jahreszeit gelten andere Randbedingungen. Das heißt, dass die optimalen Bedingungen an einem Sommertag nicht den perfekten Bedingungen im Winter gleichen und sich teilweise drastisch unterscheiden. Des Weiteren gibt es immer wieder Ausreißer, die den allgemeinen Regeln total widersprechen. Bei genauerer Betrachtung der Statistik, kann man sehr schnell die erzielten Erfolge, an den vermeidlich schlechten Tagen, als Glücksfänge abhaken. Es gibt tatsächlich Tage an denen einfach die Wahrscheinlichkeit, besonders die größeren Exemplare zu fangen, größer und an anderen wiederum kleiner ist. Aber was bedeutet eigentlich Hechtwetter? Prinzipiell ist die beste Jahreszeit für Hecht der Herbst. Gerade deshalb will ich mit spätem September beginnen.HERBST Der nächtliche Frost und der am Tag wehende Wind sorgen dafür, dass immer mehr Blätter von den Bäumen verschwinden. Die Sonne scheint nur noch mit halber Kraft ihre Wärme abzugeben. Der Barometer zeigt Hochdruck an. Am kalten Morgen bei Frost und Nebel ziehen sich die Kleinfische immer weiter aus dem Uferbereich in tiefere Regionen auf der Suche nach Schutz vor der Kälte und somit dem relativ schnell abkühlendem Wasser am Ufer. Nach sehr langem Morgen erscheint schließlich doch noch die Sonne und vertreibt den Nebel mit ihren Strahlen. Der Tag ist mild im Vergleich zu den Vormittagsstunden. Größtenteils überwiegt die Sonne und es sind nur wenige Wolken am Himmel. Des Weiteren bläst im Laufe des Tages ein Westwind. An solch einem Herbsttag sind die Chancen sehr gut wirklich hervorragende Beute zu machen. Gerade im Herbst ist man bei der Hechtsuche auch aus folgenden Gründen erfolgreich. Zum einen sind die Fische auf Jagt nach Beute, weil sie sich den berühmten Winterspeck anfressen wollen. Zum anderen liegt es daran, dass immer mehr Futterfische wegen den zum Teil drastisch sinkenden Wassertemperaturen den Uferbereich und somit ihre Deckung verlassen. In tieferen Bereichen des Gewässers ist das Wasser noch relativ warm und bei weitem noch nicht so abgekühlt wie am Ufer. Das wärmere Wasser enthält mehr Nahrung und wird von den Kleinfischen bevorzugt, muss aber nicht zu selten mit dem eigenen Leben bezahlt werden. Zu diesem Zeitpunkt ergeben sich optimale Fangmöglichkeiten an den Scharkanten, Rändern von Plateaus und Barschbergen in Ufernähe. Bei der Köderwahl ist es gerade im Herbst sehr einfach. Hautsache es bewegt sich was und mischt das Wasser durch. Da kennt unser hungrige Mr. Esox keine Gnade. Alles wird ohne mit der Wimper zu zucken inhaliert. Wegen der sinkenden Aktivität der Fische mit zunehmender Kälte und somit sinkenden Wassertemperatur, sollten immer größere Köder angeboten werden. WINTER ![]() Nach dem das Land seit einigen Wochen unter der weißen Pracht verschwunden ist, spielen die Thermometer auf einmal verrückt. Die Temperaturen steigen plötzlich und es ist Tauwetter angesagt. Die Kleinfische werden aktiver und erinnern sich noch mal an den Herbst. Der Barometer zeigt die obere Skala an mit steigender Tendenz. Die Sonne scheint was das Zeug hält, wolkenloser Himmel sorgt für einen wunderschönen Tag. Windstille sorgt dafür, dass die Wetterbedingungen über den gesamten Tag stabil bleiben. Sollte uns im Winter folgendes Szenario auffallen, so ist ein Angelausflug an solch einem Tag immer einen Versuch wert und wird häufig von Erfolg gekrönt. Dabei sollte man die tiefsten Stellen in unserem Gewässer unter die Lupe nehmen. Denn am Grund ist es bekanntlich im Winter am wärmsten. Die Köderführung sollte sich dabei in Zeitlupe abspielen. Denn die Hechte werden sich nur zum Angriff überreden lassen, wenn sie davon überzeugt sind den Happen auch zu erwischen. Das Angeln in tiefen Löchern kann schon mal den einen oder anderen richtig großen Hecht bringen. Im Gegensatz zum Sommer können im Winter an einer Stelle schon mal mehrere Hechte stehen und in Beißlaune sein.FRÜHLING Nach dem Winter und der Schonzeit geht es dann im Mai los. Im Frühjahr ist es wichtig, dass es nicht zu heiß ist. Es gibt Jahre in denen es im April schon sommerlich warm ist. In diesem Fall stillen die meisten Hechte ihren Hunger und ziehen von den Leichplätzen im Flachwasser ab. Das erschwert auch den Fang von großen Exemplaren enorm, da meistens nur die kleinen Artgenossen zurückbleiben und die sind bekanntlich sowieso leichter zu fangen. Des Weiteren geben uns die Halbstarken das Gefühl nach der relativ langen Winterpause über eine sehr gute Fangquote zu verfügen. Vielmehr ist es ideal wenn die Tage im April noch eher kalt und nur gelegentlich sonnig sind. Das versichert uns im Mai sehr gute Fänge besonders im Flachwasserbereichen. Das Wetter sollte also Sonnig sein. Die besten Aussichten haben wir bei einem Hochdruck-Einfluss. Das Wasser sprüht vor Leben. Die Kleinfische tummeln sich in Ufernähe. Da ist natürlich unserer grün getarnter Freund auch nicht weit und in bester Fresslaune noch dazu. Die Köder sollten schon den Kleinfischen ähneln. Längliche Blinker oder silberfarbene Wobbler sind erste Wahl. Ich habe auch sehr gute Erfahrung mit grellen und aggressiv geführten Jerks gemacht. Die Angeltechnik funktioniert besonders gut in Leichgebieten, wo die ganz großen Rogner nach dem Leichritual sehr gereizt auf jegliche Eindringlinge reagieren. SOMMER Als letzte Jahreszeit ist der Sommer. Der Idealtag in der wärmsten Periode sollte sich wie folgt gestallten. Nach Temperaturen über der 30°C-Marke macht der Sommer auf ein mal eine Pause und die das Quecksilber stützt in angenehmere Regionen und befindet sich bei 15 Grad. Wolken ziehen auf und es fällt ab und zu der Regen. Das eine oder andere Gewitter zieht vorbei. Am optimalen Sommertag für Großhechte nieselt es in der Früh. Im Fluss steht das Wasser ein wenig über Normalstand. Im Laufe des Tages wechselt sich der Regen mit der Sonne ab. Ein typisches englisches Wetter. Dabei bläst der Westwind in Böen. Egal wie ihr zum Erfolg kommen wollt, ob mit Kunst- oder Naturköder ist es im Sommer besonders wichtig bei der Wahl der Ködergröße eher auf die kleineren Modelle zurück zu greifen. Das folgt daraus, dass zu dieser Jahreszeit die Brutfische die Hauptnahrung der Hechte darstellen. Letztes Jahr habe ich meinen Meterhecht kurz vor einem Gewitter auf einen kleinen Blinker direkt in Ufernähe gefangen. Größer als 15cm sollte der Köder im Sommer also nicht sein. Als weitere Hotspot´s sind Wasserpflanzen und Barschberge zu nennen. Dabei darf der Köder ruhig flach laufen. Die Hechte sind stets in Lauerstellung und an solch beschriebenem Tag sehr entgegenkommend. In Seen habe ich in Wassertiefen zwischen einem und vier Metern die besten Fangerfolge verbuchen können. Sehr wichtig ist dabei, dass man stets über der Sprungschicht die Köder anbietet. Viel Spaß beim Ausprobieren! |



Man möchte meinen, dass jahrelange Erfahrung von Nöten ist um einen richtigen Tag auf Hecht zu erkennen. Es gibt Grundregeln, die sowohl der Anfänger als auch ein erfahrener Angler befolgen sollten, um an ausgewählten Tagen zu verschiedenen Jahreszeiten den vermeidlichen Traumfisch gezielt anzuvisieren. Eins muss allerdings schon im Voraus klar sein. In jeder Jahreszeit gelten andere Randbedingungen. Das heißt, dass die optimalen Bedingungen an einem Sommertag nicht den perfekten Bedingungen im Winter gleichen und sich teilweise drastisch unterscheiden. Des Weiteren gibt es immer wieder Ausreißer, die den allgemeinen Regeln total widersprechen. Bei genauerer Betrachtung der Statistik, kann man sehr schnell die erzielten Erfolge, an den vermeidlich schlechten Tagen, als Glücksfänge abhaken. Es gibt tatsächlich Tage an denen einfach die Wahrscheinlichkeit, besonders die größeren Exemplare zu fangen, größer und an anderen wiederum kleiner ist. Aber was bedeutet eigentlich Hechtwetter? Prinzipiell ist die beste Jahreszeit für Hecht der Herbst. Gerade deshalb will ich mit spätem September beginnen.
überreden lassen, wenn sie davon überzeugt sind den Happen auch zu erwischen. Das Angeln in tiefen Löchern kann schon mal den einen oder anderen richtig großen Hecht bringen. Im Gegensatz zum Sommer können im Winter an einer Stelle schon mal mehrere Hechte stehen und in Beißlaune sein.



