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Fangmeldungen 2012
 
Schickt uns eure Fänge für die jeweiligen Kategorien. Am Ende des Jahres wird ein Zielfischkönig gewählt.
Bitte beachtet aber, dass wir bei Fotos großen Wert auf Ästhetik legen. Offensichtlich abgeschlagene Fische werden nicht veröffentlicht.

30+ Barsche

    *   Martin E. 45 (Jan)
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60+ Rapfen

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70+ Zander

    *   Martin E. 97 (Jan)
    *   Martin E. 91 (Jan)
    *   Damian S. 91 (Jan)
    *   Damian S. 82 (Jan)

80+ Hechte

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Geschrieben von Damian   
05.03.2008
das_hechtlebenDer Hecht zählt mit Sicherheit zur Hauptzielfischart in Europa. Viele Raubfischangler fasziniert diese Spezies, da gerade der Esox einen nahezu perfekten Räuber verkörpert und in fast allen unseren Hausgewässern heimisch ist. Gerade die Anpassungsfähigkeit an die verschiedenen Gewässerarten in unseren Breitengraden ist eines der großen Stärken des Hechtes. Eigentlich als Augenräuber in eher klaren und ruhigeren Gewässern bekannt kann der "Unterwasserpolizist" durchaus auch in trüben und relativ schnell fließenden Gewässern überleben. Der Drang zum Kannibalismus bei Futterfischknappheit sowie die Fähigkeit Beutefische mit fast eigener Körpergröße zu verspeisen bilden dem Hecht eine wichtige Grundlage zum Überleben und zeugen von exzellenter Anpassungsfähigkeit. All diese Vorzüge werden zu guter letzt mit, im Vergleich zu anderen Fischarten, schnellem Körperwachstum abgerundet. Dies wiederum spiegelt sich direkt im Lebensraum des Jägers wieder in dem er ziemlich schnell keine natürlichen Feinde in einem Gewässer vorfindet.
Die Faszination Hecht hat mich schon lange erfasst und ich habe mir mal das Hechtwachstum von der wissenschaftlichen Seite angeschaut. Um das Ergebnis anschaulich zu machen wurde von mir ein Diagramm mit eigenen Erfahrungswerten erstellt, welches ich folglich interpretieren möchte.
diagramm_6
Trägt man die Länge gegen das Alter eines Hechtes in ein xy-Diagramm auf so fällt auf den ersten Blick der elliptische oder parabolische Verlauf der Kurve auf. Diese Wachstumskurve kann man jedoch in einzelne lineare Bereiche aufteilen, was die Ermittlung eines Mittelwertes ermöglicht. Die Kurve wurde also in vier Bereiche (rot, grün, orange und blau) geteilt. Des Weiteren muss man bedenken, dass die Streuung der Messwerte hin zu größeren Artgenossen immer größer wird, da diese schließlich nicht so reichlich vertreten sind und Folge dessen bei weitem nicht so oft gefangen werden. Als weiteres muss man bedenken, dass die Milchner die magische Metermarke nicht überschreiten und somit man davon ausgehen kann dass ab 100cm nur noch die Rogner in der Statistik abgebildet werden. Gerade aus dem Grund will ich nur die ersten beiden Bereiche (rot und grün) betrachten und beschreiben, da hier eine halbwegs vernünftige Statistik generiert werden kann.
Der rote Bereich – die Hechtjugend. In dieser Phase ist es deutlich zu erkennen, dass der Hecht sehr schnell an Körperlänge zunimmt. Da heißt es natürlich fressen und gefressen werden! Als Mittelwert kamen bei meiner Berechnung satte 12cm pro Jahr raus. Das ist sehr beachtlich wenn man bedenkt welche Happen die Hechte sich einverleiben können. Man muss sich vor Augen führen, dass für einen 2 bis 3 jährigen Esox auf seiner Jagt nach Beute ein Rotauge oder Barsch mit 20cm überhaupt kein Problem ist. Das schnelle Wachstum wirkt sich natürlich unmittelbar auf die relativ geringe Gewichtszunahme in den ersten 5 Jahren aus. Im ersten Bereich sind es ca. 500Gramm pro Jahr. Ziemlich genau bei 6 Altersjahren und knapp über 70cm Körperlänge ist ein deutlicher Knick im Kurvenverlauf zu sehen. Ab da gehen wir in den grünen Bereich über.
Der grüne Bereich – die Reifephase. In diesem Lebensabschnitt, der ca. bis zum 10 Lebensjahr dauert, verliert der Hecht durch seine erreichte Größe immer mehr natürliche Feinde und kann somit die Körperlängenzunahme drosseln. Erstaunlich ist auch die Erkenntnis, dass sich die jährliche Längenzunahme um ca. die Hälfte (6cm pro Jahr) reduziert. Dafür legt der Fisch so ziemlich genau das Doppelte an Gewicht (1000Gramm pro Jahr) zu.
Zusammenfassend kann man sich als Faustregel also merken, dass ein Hecht im Durchschnitt 10cm pro Jahr wächst. Somit ist ein Meterhecht durchschnittlich ca. 10 Jahre alt. Beim Gewicht ist es viel schwieriger eine Regel aufzustellen, da hier die Lebensbedingungen eine große Rolle spielen. Sprich, ein Seehecht wird immer mehr wiegen als ein Fließwasserhecht. Natürlich ist es auch von Bedeutung, in welchem Jahresabschnitt ein Esox gefangen wird. Im Spätherbst oder Winter sind die Fische voller Laich und somit viel schwerer als im Frühling nach der Schonzeit. Bei der Gewichtsangabe im Diagramm handelt es sich logischer Weise jeweils um einen Mittelwert.
In der Statistik wurden Fänge von über 150 Hechten aus verschiedenen europäischen Gewässern erfasst. Ca. 60% davon wurden in Seen und die restlichen 40% in Fließgewässern gefangen. Es ist noch zu erwähnen, dass die Statistik auf eigenen Erfahrungen und nach bestem Wissen und Gewissen durchgeführten Messungen basiert. Folge dessen können die Angaben an machen speziellen Gewässern in Europa zum Teil sehr stark abweichen.