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Der Zander, Lieblingssüßwasser- speisefisch vieler Angler, wird in ganz Europa häufig gezielt beangelt. Dabei gibt es prinzipiell zwei Methoden die man je nach Geschmack und Vorlieben des Anglers anwenden kann. Ansitz- oder Spinnangeln. Bei der Ersten wird häufig ein toter Köderfisch oder ein Tauwurm in Gewässergrundnähe angeboten. Bei der zweiten Angelmethode kann man die Stachelritter mit fast allen Kunstködern überlisten. In Gewässern mit einem normalen Zanderbestand muss man allerdings beachten, dass gerade diese Spezies einen Angler vor eine gewisse Herausforderung stellt. Der Zander ist eine Diva! Das sollte man immer im Hinterkopf behalten wenn man gezielt diese Fischart anvisiert. Das heißt, um auf Zander längerfristig erfolgreich zu sein erfordert es sehr gute Gewässerkenntnisse sowie eine ausgeklügelte Taktik die man anwenden muss und je nach Jahreszeit total verschieden sein kann.
Wie der Titel des Artikels schon verrät soll hier das Geheimnis zur erfolgreichen Fischerei auf Winterzander gelüftet werden. Das soll natürlich nicht heißen, dass man nach diesem Bericht bei jedem Angelausflug sicher einen Zander fängt. Dieser Gedanke wäre sehr naiv. Aber gerade im Winter gibt es diverse Regeln die man unbedingt beachten sollte. Tut man das, so werden die Fangchancen eines oder sogar mehrer Winterzander an einem Tag deutlich erhöht.
Also, die wichtigste Regel am Anfang. Im Winter ist bei jeglicher Kunstköderbewegung Zeitlupentempo angesagt! Dies lässt sich ganz plausibel erklären. In den Wintermonaten sinkt die Wassertemperatur und da die Fische ja bekanntlich die Temperatur des Wassers annehmen, den somit wird der Stoffwechsel drastisch reduziert, sind sie träge. Das führt dazu, dass die Beute von den Räubern nur attackiert wird wenn ihnen der Erfolg nahe zu 100% sicher erscheint. Zu aktiv oder aggressiv geführte Kunstköder sind für die Fische bei niedrigen Wassertemperaturen total uninteressant!
Als nächstes bringt eine gute Lokalisierung der Fische viele Vorteile mit sich. Das heißt, sehr gute Gewässerkenntnisse sind zwingend notwendig. Im Winter stehen die Zander sowie auch alle anderen Fischarten wegen der Anomalie des Wassers grundsätzlich sehr tief. In tifen Löchern und in Grundnähe hat das Wasser eine Dichte von exakt 999,975 kg/m³ bei 3,98° Celsius.
Die Anomalie des Wassers bedeutet, dass das nasse Element bei dieser Temperatur die höchste Dichte hat. Somit schwimmt das Eis im Wasser. Die Dichteanomalie verhindert, dass die Gewässer im Winter von unten zufrieren. Die dichtesten Wasserschichten sinken zum Gewässergrund und ermöglichen es so allen Wassertieren und -pflanzen, in Grundnähe zu überleben. Das sich auf der Oberfläche befindende Eis isoliert gleichzeitig nach unten und verringert so die weitere Auskühlung der tieferen Gewässerschichten. Dadurch herrschen besonders in den Wintermonaten am Gewässergrund relativ konstante Verhältnisse. Es hängt natürlich von der Bodenstruktur jedes Gewässers ab, ob die Zander überhaupt die Möglichkeit haben sich Location´s wie tiefe Löcher zu suchen. Und da sind wir schon bei der zweiten Regel angelangt. Im Winter tiefe Löcher suchen! Diese Angelegenheit wird beim Angeln von Boot aus durch technische Hilfsmittel wie das Echolot extrem erleichtert. Jedoch eine Fanggarantie ist auch das beste Echolot noch lange nicht!
Um das Geheimnis der Winterzander mit der dritten Regel abzurunden kommen an dieser Stelle die Köderwahl und die beste Technik ins Spiel. Was die Köderwahl angeht kann man schon, aus Gründen wie oben bereits beschrieben, sofort seine Schlüsse ziehen und die typischen „no action“ Köder favorisieren. Bei diesen sollte man Wissen, dass sie nicht immer wie ein Fisch ausschauen müssen. Es kann ruhig etwas ausgefallenes sein. Das ist überhaupt kein Problem, denn neue Sachen finden gerade die barschartigen Fische sehr interessant und haben sie auch oft zum Fressen gern. Die vermeidliche Beute muss nur richtig angeboten werden!
Was die Technik angeht kann ich im Winter nur für das Vertikalangeln plädieren. Diese Angelmethode ist gerade in den Wintermonaten so erfolgreich, weil man den Zandern die Köder für relativ lange Zeit direkt vor´s Maul stellen kann bis sie schlussendlich ihrer Beute so sicher sind dass sie zuschnappen. Des Weiteren kommt noch dazu, dass Zander immer in Gruppen stehen. Findet man ein Rudel, so kann man die Anzahl der gestreiften Mitglieder mit der Vertikalmethode zum Teil schon drastisch reduzieren.
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