| Casting für Anfänger |
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| Geschrieben von Urso | |
| 15.11.2006 | |
Die Entscheidung wurde getroffen – wir wollen mal eine Art des Angelns, die ursprünglich aus Amerika kam und sich Casting nennt, versuchen. Aber was ist eigentlich Casting? “Casting“ ist englisch und heißt übersetzt “Das Werfen“. Geworfen wird mit einer Angelrute und Kunstködern oder künstlichen Fliegen. Warum macht man Casting? Beim Casting wird mit verschiedenen Techniken geworfen. Zum Beispiel gibt es Pendel-, Seiten- oder Über-Kopf-Würfe. Es wird mit leichten und schweren Spinnruten ebenso geworfen wie mit Fliegenruten. Natürlich gilt auch hier wie überall der Spruch “Übung macht den Meister“. Besonders beim Spinn- oder Fliegenfischen an stark bewachsenen Gewässern ist es sehr hilfreich um gezielt dahin werfen zu können wo die Fische stehen. Die wichtigsten Fragen am Anfang: Womit soll ich anfangen? Welche Parameter soll meine erste Castingrute haben? Auf was ist besonders zu achten? In diesem Artikel werde ich euch eine ein wenig untypische Vorgehensweise bei der Wahl der ersten Castingausrüstung vorstellen. Ich werde nicht auf ein Gerät eingehen, welches sich zum Fang nur bestimmter Art der Fische oder eine besondere Technik eignet. Ich werde ein Gerät vorschlagen von dem ich überzeugt bin, dass es sich genau richtig für den Einstieg und die ersten Versuche eignet. Die Parameter können natürlich individuell auf den einzelnen abgestimmt werden, wenn man z.B. grundsätzlich viel stärkere Fische anvisiert. Beginnen wir mal mit der Rute. Wir sollten uns nach Möglichkeit für ein einteiliges Model entscheiden. Das versichert viel bessere Übertragung der Fischbewegungen sowie einen besseren Kontakt zum Köder während dessen Führung und beim Biss. An dieser Stelle kann man als Gegenargument die Transportschwierigkeiten einer einteiligen Rute anbringen. Ich versichere euch, dass eine Rute mit der Länge von 2,10m ohne Probleme in jedes Auto rein passt.Für den Anfang sollten wir eine Rute mit der Länge von 6’6’’ (198cm), mit einer empfohlener Schnurstärke von 10-17lb (4,5-7,6kg) und einem Wurfgewicht ¼ bis ¾ oz, d.h. 7-21g wählen. Bei der Aktion der Rute überlasse ich euch freie Wahl denn das ist meiner Meinung nach Geschmackssache, wobei sich beim Wurftraining eine schnelle Aktion besser bewährt (Aktion: Fast). Eine Rute mit diesen klassischen Parametern eignet sich wunderbar zum Einstieg und ist sehr vielfältig einsetzbar. Das Material aus dem die erste Castingrute gefertigt ist hängt ganz von dem ab, wie viel man für den Anfang investieren will. Ein Beispiel für eine sehr gute Rute mit obigen Parametern ist St.Croix Premier PC66MF. Bei etwas günstigeren Varianten sollte man auf alle Fälle Garbolino Jerk Bass, Jaxon XT-Pro Spin Caster 195/35 oder die neue Serie St.Croix Triumph TRC66MF in betracht ziehen. Es gibt natürlich jede Menge weiterer Produzenten, die Ruten mit den von mir empfohlenen Parametern anbieten. Die Rute ist also gewählt. Jetzt sollten wir uns mal Gedanken über eine Multirolle machen. Auf was soll man besonders achten? Als erstes ist zu erwähnen, dass es mittlerweile fast alle Multirollen in einer Ausführung für Rechts- und Linkshänder gibt. So, dass man sich nicht extra umstellen muss, wenn man eine Multirolle bedienen will. Als zweites sollten wir Multirollen mit tiefer Spule vermeiden. Man kann mittlerweile im Internet auf diversen Auktionen Mulirollen zu sehr günstigen Preisen ersteigern. In der Regel sind es aber meistens Rollen zum Meeresangeln und diese eignen sich wiederum nur sehr bedingt zum traditionellen Spinnangeln. Ideal zur obigen Rute wäre eine Multirolle mit einer Schnurkapazität von 100yd/14lb (ca. 90m/0.30mm). Wie bei jeder Angelausrüstung spiegelt sich auch bei den Multirollen die Qualität im Preis wieder. Als weiteres müssen die Multirollen in zwei Gruppen aufteilen. Zum einen gibt es die konventionellen “runden“ Ausführungen und zum anderen die “flachen“ Baitcasting-Rollen. Allgemein ist es so, dass die runden Mulirollen in ihrer Charakteristik längere Lebensdauer aufweisen, wobei die Baitcasting-Rollen wiederum besser bei leichten Kunstködern die Aufgabe erfüllen. Dies folgt aus dem Fakt, dass bei Baitcasting-Rollen die Schnurführung viel weiter von der Spule entfernt ist. Wenn man es mit den runden Modellen vergleicht ist hier der Winkel zwischen der Spule und der Führung kleiner, was sich wiederum positiv auf die Wurfweite auswirkt. Was die Bremse angeht, gibt es auch hier zwei verschieden Varianten. Hier können wir zwischen einer zentrifugalen oder einer magnetischen Bremse wählen. Jede einzelne hat ihre Vor- und Nachteile. Die Zentrifugalbremse ist in ihrer Bauart und Funktion sehr einfach. Die Bremskraft der Spule ist direkt proportional zu ihrer Umdrehung. Gerade deshalb kann man in der ersten Wurfphase eine ungewollte Verwicklung der Schnur (die berühmte Perückenbildung) vermeiden. Des Weiteren kann man in der Endphase des Wurfvorgangs somit auch oft entscheidende Meter rausholen. Multirollen, die mit dieser Art der Bremse ausgestattet sind haben in der Regel keine von Außen zugängliche Regulierungsmöglichkeit (mit Ausnahme einiger Modelle). Ganz anders ist es bei Multirollen mit einer Magnetbremse. Die Möglichkeit einer Regulierung erlaubt eine schnelle Anpassung der Bremse zu den aktuellen Verhältnissen. Der größte Nachteil einer Magnetbremse ist das Magnetfeld, welches durch seine permanente Wirkung auf die Spule in jeder Phase des Wurfes diesen mit konstanter Kraft beeinflusst. Dies ist sehr gewöhnungsbedürftig und kann zu einigen Problemen beim Werfen vor allem in der Lernphase führen. Eine sehr interessante Lösung ist sie Bremse Magforce-V, die in diversen Modellen von Daiwa verwendet wird. Diese basiert auf einer Verbindung zwischen der Zentrifugal- und Magnetbremse. Einen Rätsel stellt eine elektromagnetische Bremse, welche typischerweise in Shimano–Calcutta DC vorfindbar ist. Die erreichbaren Wurfweiten mit dieser Multirolle stellen die Konkurrenz deutlich in den Schatten, wobei der Anschaffungspreis dieser Rolle dementsprechend hoch ist und sich für einen Einsteiger eher nicht eignet. Um bei konkreten Beispielen zu bleiben, die unsere Rute sehr gut bestücken würden, können es durchaus folgende Modelle sein. Abu Ambassadeur C3 (am besten in der Größe 4601), Okuma Nitryx, Okuma VS oder Tica Sculptor. Angler, die sich am amerikanischem Markt orientieren würde ich Modelle wie: Bass Pro Bassmaster, Shimano Curado 201BSF oder Daiwa Advantage empfehlen.Als letztes bleibt uns noch die Wahl der geeigneten Schnur. Für Angler, die lieber mit monofilen Schnüren operieren empfehle ich drauf zu achten, dass die Schnüre den “no memory“-Effekt aufweisen. Sprich, es sollten besonders weiche Schnüre mit einem Durchmesser von 0,25 bis 0,28mm verwendet werden. Mein Favorit ist hier Sufix Magic Touch. Denjenigen, denen geflochtene Schnüre mehr zusagen empfehle ich Power Pro oder Tuf Line XP mit einer Tragkraft 10-15lb. Solch zusammengestelltes Gerät erlaubt es uns, Köder in einer Gewichtsklasse von 10 bis 30 Gramm ohne weiteres zu angeln. Ich kann euch auch versichern, dass der Köderkontakt so wie dessen Führung für den einen oder anderen eine ganz neue Erfahrung sein wird. Des Weiteren wird die richtig zusammengestellte Ausrüstung die “Wurflernphase“ um vielfaches erleichtern und verkürzen, so dass sich schon bald die ersten Erfolge einstellen werden. Ich wünsche Euch viel Spaß und Petri Heil, Tomasz Łężak Mit freundlicher Unterstützung unserer Partnerseite www.multiplikator.pl
Foto: Urso, Buri, Pike, Shimano |



Die Entscheidung wurde getroffen – wir wollen mal eine Art des Angelns, die ursprünglich aus Amerika kam und sich Casting nennt, versuchen.
Beginnen wir mal mit der Rute. Wir sollten uns nach Möglichkeit für ein einteiliges Model entscheiden. Das versichert viel bessere Übertragung der Fischbewegungen sowie einen besseren Kontakt zum Köder während dessen Führung und beim Biss. An dieser Stelle kann man als Gegenargument die Transportschwierigkeiten einer einteiligen Rute anbringen. Ich versichere euch, dass eine Rute mit der Länge von 2,10m ohne Probleme in jedes Auto rein passt.
Die Rute ist also gewählt. Jetzt sollten wir uns mal Gedanken über eine Multirolle machen. Auf was soll man besonders achten? Als erstes ist zu erwähnen, dass es mittlerweile fast alle Multirollen in einer Ausführung für Rechts- und Linkshänder gibt. So, dass man sich nicht extra umstellen muss, wenn man eine Multirolle bedienen will. Als zweites sollten wir Multirollen mit tiefer Spule vermeiden. Man kann mittlerweile im Internet auf diversen Auktionen Mulirollen zu sehr günstigen Preisen ersteigern. In der Regel sind es aber meistens Rollen zum Meeresangeln und diese eignen sich wiederum nur sehr bedingt zum traditionellen Spinnangeln. Ideal zur obigen Rute wäre eine Multirolle mit einer Schnurkapazität von 100yd/14lb (ca. 90m/0.30mm). Wie bei jeder Angelausrüstung spiegelt sich auch bei den Multirollen die Qualität im Preis wieder.
Als weiteres müssen die Multirollen in zwei Gruppen aufteilen. Zum einen gibt es die konventionellen “runden“ Ausführungen und zum anderen die “flachen“ Baitcasting-Rollen. Allgemein ist es so, dass die runden Mulirollen in ihrer Charakteristik längere Lebensdauer aufweisen, wobei die Baitcasting-Rollen wiederum besser bei leichten Kunstködern die Aufgabe erfüllen. Dies folgt aus dem Fakt, dass bei Baitcasting-Rollen die Schnurführung viel weiter von der Spule entfernt ist. Wenn man es mit den runden Modellen vergleicht ist hier der Winkel zwischen der Spule und der Führung kleiner, was sich wiederum positiv auf die Wurfweite auswirkt. Was die Bremse angeht, gibt es auch hier zwei verschieden Varianten. Hier können wir zwischen einer zentrifugalen oder einer magnetischen Bremse wählen. Jede einzelne hat ihre Vor- und Nachteile. Die Zentrifugalbremse ist in ihrer Bauart und Funktion sehr einfach. Die Bremskraft der Spule ist direkt proportional zu ihrer Umdrehung. Gerade deshalb kann man in der ersten Wurfphase eine ungewollte Verwicklung der Schnur (die berühmte Perückenbildung) vermeiden. Des Weiteren kann man in der Endphase des Wurfvorgangs somit auch oft entscheidende Meter rausholen. Multirollen, die mit dieser Art der Bremse ausgestattet sind haben in der Regel keine von Außen zugängliche Regulierungsmöglichkeit (mit Ausnahme einiger Modelle). Ganz anders ist es bei Multirollen mit einer Magnetbremse. Die Möglichkeit einer Regulierung erlaubt eine schnelle Anpassung der Bremse zu den aktuellen Verhältnissen. Der größte Nachteil einer Magnetbremse ist das Magnetfeld, welches durch seine permanente Wirkung auf die Spule in jeder Phase des Wurfes diesen mit konstanter Kraft beeinflusst. Dies ist sehr gewöhnungsbedürftig und kann zu einigen Problemen beim Werfen vor allem in der 




