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Ich möchte hier einen kurzen Überblick über das Thema Catch and Release geben.
In Deutschland ist es so, dass jeder maßige gefangene Fisch getötet und verwertet werden muss. Im krassen Gegensatz zu anderen Ländern, wo man die Möglichkeit hat sich die Fische auszusuchen.
Ich bin der Meinung dass man eine genaue Auswahl treffen sollte, welchen Fisch man nun dem Gewässer entnimmt, und somit zwangsläufig eine Lücke hinterlässt. Ein guter Vergleich sind zum Beispiel die Jäger. Sie würden nie einen prachtvollen, im vollen Leben stehenden, Hirsch erschiessen, nur um eine schöne Trophäe zu bekommen. Diese Zeiten sind längst vorbei. Im Gegenteil, der Jäger freut sich über seinen gesunden Bestand, und wird sich hüten ein so wertvolles Tier dem Kreislauf zu entnehmen. Wie auch die Angler, sind die Jäger verpflichtet ihren Bestand zu HEGEN UND ZU PFLEGEN, und nicht wahllos irgendwelche Tiere zu schiessen.
Dass sich beim Angeln alles etwas anders darstellt ist klar. Der Angler kann sich seinen Fisch nicht im vornherein aussuchen.
Er muss sich überraschen lassen, was da wohl beisst. Und genau da liegt das Problem: Wenn man nun einen guten Tag erwischt und 2 große Zander entnimmt, entsteht in den meisten Gewässern ein großes Loch. Nun mag man vielleicht mal denken: „Na, ja, zwei Fische sind nicht die Welt.“ Wenn aber an einem relativ kleinen Gewässerabschnitt beispielsweise 150 Angler sind, und die alle das gleiche denken, kann man sich vorstellen wohin das führt. Die Gewässer sind schnell überfischt, das natürliche Gleichgewicht gerät aus den Fugen, und Weissfische können sich ungehindert vermehren. Auch die kranken und Schwachen, die in der Regel den Räubern zum Opfer fallen würden.
Viele Angler sind nun der Meinung, sie könnten alles entnehmen was sie auch fangen, sie haben ja schliesslich für die Karte bezahlt. Das ist sicherlich richtig, aber auf lange Sicht gesehen Schadet man sich selbst damit. Der Bestand wird immer geringer, die Großen bleiben aus. Aber gerade diese großen Fische sind es, die für gesunden und starken Nachwuchs sorgen.
Nun ist das Ganze natürlich nur eine Meinung, sollte aber zum nachdenken und diskutieren anregen. Es ist falsch beide Seiten gleich zu verurteilen. Natürlich sollte man sich einen Fisch mit nach Hause nehmen können, aber muss es denn unbedingt der Kapitale sein? Ein schönes Foto, und man kann sich noch Jahre später darüber freuen.
Eine Anmerkung noch zum Schluss: Natürlich muss man nicht mehr lebensfähige Tiere sofort töten. Sie sollten sich nicht unnötig lang quälen. Aber ein großer Fisch, der sachgemäß gelandet wurde, trägt sicherlich keine bleibenden Schäden davon.
Philipp Vogt
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