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Brutfischzeit - Miniköder im Einsatz |
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Geschrieben von Damian
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21.06.2009 |
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Nun kommt die vielleicht nicht Fischreichste aber mit Sicherheit angenehmste Raubfischzeit im Jahr. Jede Menge Sonnenstrahlen tagsüber sowie warme Nächte bringen das Wasser förmlich zum Kochen. Das Brutfischaufkommen ist enorm und die Räuber stehen drauf. Dies führt dazu, dass sich der Angler in diesem Jahresabschnitt auf die Umstände einstellen muss um regelmäßig erfolgreich Fische zu fangen. Juni bis August ist ganz klar die Zeit der Miniköder. Die Faustregel großer Köder = großer Fisch gilt nicht mehr. Klein ist Trumpf! Die Kunstködergröße ist nicht selten kleiner als 5cm. Egal ob Gummi, Blech oder Wobbler, die Köder werden sehr oberflächennah und in Ufernähe angeboten. Genau da wo sich die Brutfischschwärme aufhalten und von den Raubfischen gejagt werden.
Gerade in den Sommermonaten ist es relativ einfach Fische zu lokalisieren da das Meiste direkt unter der Wasseroberfläche passiert und mit bloßem Auge beobachtbar ist. Brücken, unterspülte bzw. stark bewachsene Ufer oder hohe Bäume die tagsüber Sonnenschutz bieten sowie flache Sandbänke in der Nacht sind die absoluten „Hot Spot´s“. Einläufe in den Seen sowie flache Strömungskanten in den Flüssen enthalten in der warmen Jahreszeit den höchsten Sauerstoffanteil und ziehen somit wie ein Magnet die kleinen Fische an, die sich wiederrum in ihrem frühen Lebensabschnitt von den dort aufhaltenden Mikroorganismen ernähren.
Ausnahmsweise ist im Sommer das Angeln direkt unter der Oberfläche oder im Mittelwasser oft die bessere Wahl. Bei Wassertiefen bis 3 Meter ist selbst für die am Gewässergrund stehenden Räuber eine Köderführung in der oberen Wasserpartie überhaupt kein Problem. Die Raubfische sind es gewohnt in dieser Zeit sich bei ihrer Futtersuche eher nach oben zu orientieren. Findet man mal ein Schwarm Barsche oder Zander geht es oft Schlag auf Schlag. Die Beißphasen dauern im Sommer viel länger als im Winter. Die Gründe dafür sind ganz einfach. Zum einen ist es die Dauer der Verdauung, die im warmen Wasser viel schneller von statten geht als bei kalten Wassertemperaturen. Des Weiteren ist ganz klar auch die Größe der Futterfische, die in den Sommermonaten von den Räubern erbeutet werden, deutlich kleiner als im Winter. Man muss also viel länger und öfter auf Jagt gehen um sich satt zu fressen.
Ein schönes Beispiel für die Effizienz der kleinen Köder im Sommer ist auch der Meterhecht, den ich 2006 in der Donau gefangen habe. Nach dem am Ufer immer wieder Barsche und Döbel jagten habe ich einen 5cm Blinker montiert. Obwohl ich vorher schon mehrmals mit größeren Ködern an der Stelle durchgezogen habe bekam ich keinen Biss. Der kleine Blinker jedoch, eine Imitation der Kleinfische, funktionierte schon nach dem ersten Wurf. Dicht am Ufer geführt stieg ein Hecht mit 113cm ein!
Damals hatte ich noch meine gefangenen Fische nicht regelmäßig abgelichtet und somit auch kein Fotoapparat dabei. Die Freude über diesen schönen Fisch war aber so groß, dass damals mein erstes Fotohandy herhalten musste. Obwohl die Fotoqualität miserabel ist, bin ich heute sehr froh das Foto als Erinnerung an den schönen Fang gemacht zu haben.
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