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Angstdrilling, aber richtig! |
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Geschrieben von Damian
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22.01.2008 |
Es gibt Tage an denen die Raubfische bei den vermeidlichen Attacken unseres Kunstköders einfach nicht hängen bleiben. Man sagt dann im Fachjargon zum Beispiel die Hechte beißen heute spitz. Was genau solche Beißtage angeht könnte man auch oft meinen, dass sich gerade die Zander darauf spezialisiert haben. Der Biss ist oft deutlich an der Rute zu spüren und das zum Teil recht heftig, aber selbst der sofortige Anhieb sitzt nicht oder geht einfach ins Leere. Was wir dann erstaunlicher Weise immer feststellen müssen ist, dass es die Räuber auf die Hinterteile (also Schwanzbereich) unseres Kunstköders abgesehen haben. Tja, es gibt eine einfache Methode die Fehlbissquote deutlich zu reduzieren. Ich spreche hier von der Anwendung eines Angstdrillings (oder auch Stinger genannt). Das ist mit Sicherheit jedem Angler, der einige Zeit auf Raubfische angelt, bekannt. Ich finde aber dass ein Stinger die Laufeigenschaft des Gummifisches doch erheblich beeinträchtigt, wenn er nicht richtig montiert wird. Und das kann sich an manchen Tagen negativ auf die Bissfrequenz der Räuber auswirken!
Deshalb versuche ich so oft wie nur möglich ohne den Angstdrilling auszukommen. Nicht desto trotz gibt es Tage an denen man einfach ohne der zusätzlichen Absicherung auf keinen grünen Zweig kommt. Und somit Angeln ohne Stinger ein ziemlich sicherer Schneidertag vorprogrammiert ist. Erst dann versuche ich die sowieso vorsichtigen Fische auszutricksen. Dabei darf sich aber an der Laufeigenschaft meines Köders so wenig wie möglich ändern, denn schließlich bekomme ich ja die Bisse, die ich aber nur nicht verwerten kann. Um die Laufeigenschaft des Gufi´s nicht zu verändern führe ich das Stahlvorfach ziemlich mittig durch das Gummi bis zum Hinterteil, wo anschließend der Drilling befestigt wird. Diese Modifikation des Gummi´s kann man sehr schnell und gezielt mit einer Ködernadel am Angelplatz durchführen. Dabei ist es aber sehr wichtig die Aktion des Schwanzes nicht zu beeinträchtigen. Es macht also Sinn den Drilling leicht hinter den Bauchbereich des Gufi´s zu platzieren. Dies hat auch den ganz klaren Vorteil gegenüber einer Platzierung des Drillings im Flanken- oder Seitenbereich des Gummifisches bei Verwendung eines Ernie- oder Steh-auf-Jigkopfes. Den gerade in diesem Fall richtet sich der Drilling in jeder Ruhephase des Gufi´s am Grund leicht nach oben was die Hängergefahr und die Fehlbissquote deutlich reduziert. Tja, der Teufel steckt wie fast immer im Detail aber besonders die Stachelritter werden euch die relativ aufwendige und detailtreue Montage ziemlich schnell zurückzahlen und an manch schwierigen Tagen den einen oder anderen schönen Fisch bescheren.
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