Albino-Kormoran tarnt sich als Schwan

Evolution in der Vogelwelt – Immer mehr Albino-Kormorane tarnen sich als Schwan. Eigentlich sehr schlau, da die Einwanderer und gerade von Anglern nicht so gern gesehene Uferbewohner, in den letzten Jahren als Hauptschuldige für den starken Bestandsrückgang in der Fischwelt ausgemacht werden.

Eine ausgewachsene Schwarzkopfmöwe

Felix Vogel, Sprecher der Gemeinschaft für glückliche Federtiere, spricht von einer Revolution in der Vogelwelt. Sollte diese Entwicklung zügig voranschreiten so trifft, der von Anglern benutzte Begriff, schwarze Pest schon bald nicht mehr zu. Wenn man die erfassten Einwanderungsdaten der Kormorane als Bezugspunkt nimmt, wird in Deutschland schon 2030 jeder zweite Kormoran weiß sein!

Ernst Decker, von der Regulierung der Vogel-Landschaft in Europa, hat bereits die Kampagne „Absolutes Vögelverbot, auch für Kormorane in Not“ gestartet. Schließlich hat der vermeidliche Feind, nach der eingeführten Abschusserlaubnis an manchen Gewässern, auch in Zukunft gefälligst die schwarze Farbe zu tragen. Dadurch kann der Vogel vom Jäger besser anvisiert werden, so Decker.

Ist da etwa der polnische Adler im Anflug?

Naturschützer und Schwarzmaler warnen jedoch. Gerade die Menschen kann man in ihrem Verhalten am besten mit Kormoranen vergleichen. Und da funktioniert es mittlerweile, zumindest größtenteils in Europa, mit den zwei Farben auch, so Blacky White. Herr White, Präsident der Vereinigung gegen Farbvielfalt, erklärt weiter. In der Tierwelt sind zahlreiche Beispiele zu finden. Das schwarze Schaf, die Schwarzkopfmöwe und der rosarote Panther haben ihre Umwandlung vor Jahren erfolgreich abgeschlossen und sich in der Tierwelt etabliert. Auf der schwarz-weißen Liste stehen aktuell die Schwarzmundgrundel, das Zebra sowie der polnische weiße Adler.