4 plus 1

In Zeiten von einer perfekten Welt, gibt es besonders in sozialen Medien keinen Platz für missglückte Aktionen. Deshalb an der Stelle mal ein Beitrag, der nicht selten einfach nur die Realität widerspiegelt.

Es war ziemlich bald klar, dass dieses Unterfangen nicht von Erfolg gekrönt werden kann. Unnötig anstrengende Anreise, nervige Vormieter, wunderschöne Delphine, hungrige Seehunde, keine Futterfische in Ufernähe, starker Wind, maximal ungünstige Gezeiten.
Aber was war, bei diesem Versuch Wolfsbarsche in der Normandie zu fangen, eigentlich gut?

Wenn kein Fisch da ist, hilft selbst der beste Köder nix!

Nach reichlicher Überlegung fällt mir nur eins ein. Das Wetter! Aber nicht zum Angeln sondern zum Urlaub machen.
Auf den Felsen chillen, die Sonne genießen, Krabben essen, Museen besuchen oder einfach nur französisch lernen. Alles andere machen, nur nicht auf Wolfsbarsche angeln.
Unterm Strich eine extrem bittere Aktion. Es ist einfach zu langer Anfahrtsweg von Regensburg aus, um dem Zufall den Ausgang über den Fangerfolg oder Misserfolg zu überlassen.

Einziger halbwegs vernünftiger Fisch.

Nach guten sechs Tagen intensiven Angelns sprang gerade mal ein halbwegs vernünftiger Fisch raus und somit die Bestrafung für meine extrem schlechte Vorbereitung im Vorfeld. Ich hätte nie gedacht, dass der Wolfsbarsch auch der Fisch der 1000 Würfe werden kann. Aber nun bin ich wieder ein bisschen schlauer. Man lernt eben nie aus!